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Forscher liefert Perspektiven gegen Quallen-Plagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 00:37 Uhr

Die oft explosionsartige Vermehrung der ungiftigen, handtellergroßen Ohrenquallen in Nord- und Ostsee ließe sich nach neuen Erkenntnissen eindämmen. „Der Lebenszyklus der Ohrenqualle und die dahinter liegenden Mechanismen sind entschlüsselt“, sagte Prof. Thomas Bosch, Direktor am Zoologischen Institut der Uni Kiel. Die Frage nach einer biologischen Grundlage der Umwandlung wurde in einem Forschungsprojekt geklärt.

Die Qualle wächst im Frühjahr und stirbt im Winter. Zunächst bildet sich aus einer Eizelle eine Larve und daraus ein Polyp. Der ist festsitzend (etwa an Schleusentoren) und frisst. Der kleine Polyp beschließt temperaturabhängig zum Winterende, dass aus ihm Quallen entstehen. Maßgeblich dafür sei das von der Umgebungstemperatur abhängige, jetzt entdeckte Molekül CL 390. „Die Idee geht dahin, ein synthetisches Molekül zu produzieren, das dieses CL 390 blockiert.“ Eine Impfung damit käme für Bloch aber nicht infrage. „Das hätte biologisch nicht vorhersehbare Konsequenzen.“ Bei der Studie hätten die Lebenszyklen im Fokus gestanden, nicht die Quallen-Bekämpfung.

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