Flugzeug in der Nähe von Gützkow abgestürzt

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10. April 2009, 10:28 Uhr

Gützkow/Anklam | Der Versuch, einen Motorausfall zu simulieren, ist dem Piloten eines Kleinflugzeugs am Freitag bei Gützkow (Ostvorpommern) zum tödlichen Verhängnis geworden. Nach Angaben der Polizei starb der 52-Jährige nach dem Absturz seiner viersitzigen Maschine noch an der Unglücksstelle. Der lebensgefährlich verletzte Co-Pilot (45) wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Greifswald geflogen. Dort rang er nach Auskunft der Beamten am späten Nachmittag weiterhin mit dem Tod.

Das Flugzeug war mittags auf einen Acker unweit des Flugplatzes Schmoldow gestürzt. Der Radiosender "Ostseewelle" berichtete, die beiden Männer hätten kurz vor dem Unglück mehrere Start- und Landemanöver auf dem Gelände geübt. Das missglückte Anhalten des Motors führte dann offenbar zu dem Absturz. Die Maschine sei aus einer Höhe von 20 bis 30 Metern auf das Feld gefallen, hieß es. Technische Mängel an dem 1971 gebauten Flugzeug von Typ "Wilga 35" wurden als Ursache des Unglücks zunächst ausgeschlossen. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich die Maschine inmitten des Flugmanövers zur Seite geneigt und war anschließend in steilem Winkel und mit der Spitze vorweg auf den Boden zugerast. Wegen der geringeren Absturzhöhe zerschellte das Flugzeug nicht, sondern überschlug sich nach dem Aufprall mehrfach. Die Rettungskräfte konnten beide Männer laut Polizei zunächst lebend aus dem Wrack bergen. Wenig später erlag der aus Stavenhagen stammende Pilot, der wie sein Co-Pilot als flugerfahren galt, seinen schweren Verletzungen. Ein Polizeiseelsorger übernahm die Betreuung der Angehörigen.

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