Flughafen-Investor bekommt Aufschub

Eine Frachtmaschine vom Typ Boieng 747-200 wird entladen. Foto: Michael-Günther Bölsche
Eine Frachtmaschine vom Typ Boieng 747-200 wird entladen. Foto: Michael-Günther Bölsche

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27. Februar 2008, 10:24 Uhr

Parchim - Flughafen-Investor Jonathan Pang hat möglicherweise bis Ende des Jahres Zeit, den Kaufpreis für das Areal zu bezahlen. Das erklärte Landrat Klaus-Jürgen Iredi während des Wahlforums des Unternehmerverbandes. Demnach hat der Kreistag einem entsprechenden Änderungsvertrag zugestimmt.

Die Zahlungsfrist könne monatlich verlängert werden, maximal eben bis Ende Dezember. Dennoch kann sich Jonathan Pang nicht entspannt zurücklehnen. Er wisse, dass andere Unternehmen das Projekt prüfen und gegebenenfalls übernehmen würden, teilte der Landrat mit. So entstehe Druck, „die Hausaufgaben in China“ so schnell wie möglich zu machen. Eher werde der Investor nicht ins Grundbuch eingetragen. Folge: Seine Geschäftspartner würden wohl auch nicht investieren, wenn nicht klar sei, dass Jonathan Pang im Boot bleibe. Offenbar ist nicht nur eine Genehmigung der Provinzregierung Zhenguzhou vonnöten, sondern die chinesische Zentralregierung muss ihr Plazet geben.

Bis das passiert, ist der Vertrag „schwebend unwirksam“. Rechtsgeschäfte, deren Gültigkeit von der Zustimmung eines anderen abhängig sind, sind schwebend unwirksam. Bei Erteilung der Genehmigung wird das Geschäft rückwirkend gültig, bei Verweigerung nichtig. Am Investor wollen alle Landratskandidaten festhalten. Sie setzen auf den „Faktor Hoffnung“, sagt Petra Weis.

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