Fischerboot aus Schweriner See geborgen, Unglück weitgehend geklärt

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18. Januar 2008, 04:29 Uhr

Schwerin - Gut eine Woche nach dem Tod zweier Fischer auf dem Schweriner Außensee ist der Ablauf des Unglücks weitgehend geklärt. Die beiden fielen der Verkettung unglücklicher Umstände zum Opfer. Das Boot der beiden Männer sei am Donnerstag von einer Tauchergruppe der Bereitschaftspolizei mit Hilfe eines Luftkissens geborgen worden, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Christian Pick am Freitag.

Verfangenes Netz als Unglücksursache
Der Außenbordmotor am Heck sei hochgestellt gewesen, in der Schraube habe sich ein Fischernetz verfangen gehabt. Vermutlich hätten die Fischer versucht, das Netz zu entfernen. Wegen der an jenem Tag herrschenden Dünung sei dabei wahrscheinlich Wasser ins Boot geschwappt. Nach Ansicht der Wasserschutzpolizei muss der Eisenkahn dann „wie ein Stein“ gesunken sein. Er sei kielunten auf dem Grund des Sees gefunden worden.

Älterer erlitt Herzinfarkt
Die Leichen der beiden 56 und 68 Jahre alten Männer waren bereits am vergangenen Wochenende zwischen der Insel Lieps und Hohen Viecheln aus Tiefen von acht beziehungsweise zehn Metern geborgen worden. Eine Obduktion hatte ergeben, dass der ältere der beiden einen Herzinfarkt erlitt. Ob der Mann den Infarkt noch im Boot bekam oder erst im Wasser, konnte der Staatsanwalt nicht sagen. Bei dem älteren Fischer seien nur geringe Ertrinkungserscheinungen festgestellt worden. Sein jüngerer Kollege sei ertrunken. Spuren für ein Fremdverschulden wurden laut Staatsanwaltschaft nicht entdeckt.

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