«First Dog» Bo Obama zieht ins Weiße Haus ein

Bo im Kreise seiner neuen Familie.
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Bo im Kreise seiner neuen Familie.

Neuer Mitbewohner im Weißen Haus: Der portugiesiche Wasserhund Bo ist ab sofort offizielles Familienmitglied der Obamas. Für die Töchter Malia und Sasha geht damit ein Wunsch in Erfüllung.

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15. April 2009, 04:32 Uhr

Washington (dpa) - Bo hat sein Herrchen erstmals zum Rennen gebracht: Als Barack Obama den «First Dog» im Garten des Weißen Hauses offiziell der Öffentlichkeit vorstellte, zwang der springlebendige Portugiesische Wasserhund den US-Präsidenten erst einmal zu einem kleinen Sprint über den Rasen.

Die Töchter Malia (10) und Sasha (7) und sogar die First Lady Michelle rannten lachend hinterher. «Wir freuen uns über Bo», sagte der US-Präsident vor Dutzenden Reportern, Fotografen und Fernsehkameras. «Er hat Star-Qualitäten!», würdigte Medienliebling Obama das neue Familienmitglied.

Benannt nach Katze und Blueslegende

Papa Obama löste am Dienstag eine ganz persönliche Wahlkampfzusage ein: Als Entschädigung für die Strapazen des vergangenen Jahres hatte er seinen Kindern einen Hund versprochen. Seit seiner Wahl im November 2008 rätselte Amerika deshalb über die Frage, um welche Sorte es sich wohl handeln würde. Zunächst sollte es ein «Streuner» aus dem Tierheim werden. Nun kommt das neue Familienmitglied der Obamas aber doch aus einem besseren Hause. Das große Geheimnis lüftete schließlich die «Washington Post»: «First Dog» werde der kleine Bo, ein Geschenk von Senator Edward «Ted» Kennedy.

Bos Name hat nach Angaben des Weißen Hauses familiäre Hintergründe: Zum einem hätten die Cousins der Obama-Töchter eine Katze gleichen Namens. Zudem habe der Vater von First Lady Michelle Obama den Spitznamen «Diddley» gehabt, wie US-Blueslegende Bo Diddley.

«Ich liebe ihn, er ist perfekt»

Trotz seiner Jugend hat der sechs Monate alte Vierbeiner schon allerhand erlebt und gesehen: Nach seiner Geburt in Texas lebte er bereits für kurze Zeit in der US-Hauptstadt und hatte bei seinem ersten Herrchen den Namen Charlie. Allerdings schien dies keine glückliche Beziehung gewesen zu sein. Also kam er für einen Monat ins Haus der Kennedys, wo ihm anständiges Hunde-Benimm beigebracht worden sei, so die «Washington Post».

Vor einigen Wochen habe Bo bereits einen «heimlichen Besuch» im Weißen Haus abgestattet, bei dem geprüft wurde, ob er geeignet für die Präsidentenfamilie sei, berichtete die «Washington Post». Der Welpe habe damals die Herzen im Sturm erobert, also habe dem Einzug ins Heim der Obamas nichts mehr im Wege gestanden. Die ältere Tochter Malia soll sich hauptsächlich um die Erziehung des ersten Hundes der Familie kümmern. «Ich liebe ihn, er ist perfekt,» sagte sie fröhlich über ihren Schützling.

Mr. President sorgt sich um seinen Schlafplatz

Ihr gerechtigkeitsliebender Vater betonte allerdings, dass sich die ganze Familie um Bo kümmern und mit ihm Gassi gehen werde. Eines stellte der Präsident allerdings klar: «Bo hat seinen eigenen Schlafplatz. Er wird nicht in meinem Bett übernachten!» Seine Frau Michelle sorgt sich laut CNN seit dem Einzug Bos vor allem um ihren Gemüsegarten. Laut Lehrbuch lieben Portugiesische Wasserhunde besonders Tomaten - die First Lady versucht sie derzeit anzubauen.

In den US-Medien wurde der Namen «Bo» von Hunde-Experten kritisiert, weil der Klang dem englischen «No» (Nein) zu sehr ähnlich sei. Damit werde die Erziehung des Vierbeiners und die Kommunikation mit ihm erschwert, meinten Fachleute.

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