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23. November 2017 | 14:19 Uhr

Feuerwehren fehlt es an Geld und Nachwuchs

vom

svz.de von
erstellt am 20.Nov.2011 | 07:08 Uhr

Lauchhammer/Potsdam | Den Feuerwehren im Land Brandenburg geht das Personal aus. Auf einer Tagung des Landesfeuerwehrverbands in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) am Sonnabend waren vor allem Nachwuchssorgen und Geldmangel heiß diskutierte Themen. Ihre Zukunftsvorstellungen formulierten die rund 100 Delegierten in der "Potsdamer Erklärung", wie Verbandspräsident Manfred Gerdes mitteilte. Darin wird vor allem von den Kommunen, den Trägern des Brandschutzes, mehr finanzielle Unterstützung gefordert. "An der Sicherheit der Bürger darf nicht gespart werden", sagte Gerdes.

Gastredner war Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD). Er dankte den tausenden haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleuten im Land für ihren Einsatz. Als Beispiel hob er die Hochwasserlagen im vergangenen Jahr hervor, die ohne Feuerwehr und Katastrophenschutz nicht so glimpflich abgelaufen wären. "Das waren vorbildliche Leistungen", sagte Woidke. Er betonte in diesem Zusammenhang die besondere Bedeutung des freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements im Brand- und Katastrophenschutz. Laut einer Prognose sollen bis 2020 nur noch 35 000 Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, derzeit sind es laut Verband 46 000.

Von zehn Jugendlichen bleiben drei

Von zehn Angehörigen der Jugendfeuerwehr blieben nur drei auch als Erwachsene weiterhin aktiv. "Da muss etwas passieren", sagte Verbandspräsident Gerdes. Denn die Einsätze der Feuerwehr würden eher mehr - unter anderem durch stärkeren Autoverkehr und eine steigende Zahl von Unfällen. Jungen Menschen könnten nach dem Vorbild Mecklenburg-Vorpommerns Paten zur Seite gestellt werden, um den Übergang in die Erwachsenen-Feuerwehr zu erleichtern. Hier seien nicht nur Lehrstellen oder ein Studium Hürden. "Das sind Generationskonflikte."

Statt wie jetzt rund sieben Millionen Euro pro Jahr müssten die Feuerwehren 17 Millionen Euro bekommen, denn ihnen stehe eigentlich in Gänze die Feuerschutzsteuer im Volumen von zehn Millionen Euro zu, meinte der Verbandschef. Sie fällt beim Abschluss einer Brandschutzversicherung an.

Manfred Gerdes wurde als einziger Kandidat für das Präsidentenamt wiedergewählt, das der 67-jährige seit acht Jahren innehat.

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