Feuerwehr und Rettungsdienst üben realistischen Bahnunfall

Realistische Übung: Feuerwehrleute beim Abtransport verletzter Fahrgäste. Foto: Christian Kleiber
Realistische Übung: Feuerwehrleute beim Abtransport verletzter Fahrgäste. Foto: Christian Kleiber

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16. Juni 2012, 07:08 Uhr

Realistische Übung von Feuerwehr und Rettungsdienst in Hagenow. Angenommen wurde ein Bahnunfall in der Nähe des Stadtbahnhofs. Dort war am Sonnabend Vormittag ein Trecker mit einem Personenzug zusammengestoßen.

O-Ton: „Der Lokführer oder Triebfahrzeugführer konnte noch die Notfallmeldung ans Stellwerk abgeben.
Dann riss allerdings der Kontakt zu ihm an. Wir haben dann mit den ersten eintreffenden Kräften und Mittel, die Brandbekämpfung sichergestellt. Falls eben der Triebwagen in Brand geriet bzw. der Trecker und haben dann den erst Angriff über CSA, also Chemikalien Schutzanzüge mit den Kräften dort eingeleitet die erstmal gucken können was für ein Stoff der Trecker geladen hat.“

Und tatsächlich: Aus dem 1000-Literfass des Treckers liefen giftige Substanzen aus. Die Einsatzkräfte durften nur mit Spezialanzügen in den Gefahrenbereich. Um den eingeklemmten Traktorfahrer zu befreien, nutzten die Feuerwehrleute ein hydraulisches Hebekissen.

Nächste Herausforderung bei der Übung: Im Zug befanden sich acht Verletzte. Rettungskräfte vom ASB sondierten die Lage. Um den Überblick zu behalten, wurden alle nach dem Verletzungsgrad eingeteilt. Die schwer Verletzten wurden zuerst gerettet. Alles in allem keine Leichte Übung, das Gelände bereitete Probleme:

O-Ton: „Das gestaltete sich schwierig, weil der Triebwagen eben unten in so einer Schneise stand, in so einem Einschnitt. Links und Rechts war eine hohe Böschung, da sind wir ganz schlecht ran gekommen. Deswegen mussten wir die Rettung, bzw. den Einsatz zwei Seiten aus koordinieren.“

Trotzdem: Alles gelingt. Die Verletzten wurden mit so genannten Schiebeloren über die Gleise zur Sammelstelle gebracht - ein großes Zelt, extra für die Erstversorgung der Unfallopfer aufgebaut.

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