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Splitter : Feldflugplatz der Roten Armee lag versteckt im Wald bei Boldela

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An der Waldstraße von Boldela war zu DDR-Zeiten die Welt zu Ende. Noch heute stehen auf der einen Straßenseite Wohnhäuser, auf der anderen Bäume. Nur hinein in den Wald kamen die Boldelaer über Jahrzehnte nicht. In den 1980er-Jahren verhinderte das in einem Teilbereich auch zwei Meter hoher Zaun. Denn versteckt im Wald ließ die Rote Armee schon 1952 einen Feldflugplatz anlegen. Erst als die Sowjettruppen Anfang der 1990er-Jahre abzogen, verschwand der Zaun. Einfach rein in den Wald dürfen die Boldelaer aber bis heute nicht: Das Areal gilt als munitionsbelastet, auch wenn die Forst in jüngster Zeit die Beräumung der Flächen vorantreibt. Wichtig dabei: Es wird nicht wieder alles Wald, die einst künstlich geschaffenen Freiflächen sollen ihren Heidecharakter behalten.

In der Sülstorfer Kirchenchronik ist nachzulesen, was die Einwohner der Region vom Bau des Feldflugplatzes mitbekamen. Denn als Auflage für die Start- und Landebahn wurde Torf verwendet. Dafür wurde u.a. das Moor an der Pfarrwiese von Sülstorf ausgebaggert. Der Torf wurde mit Feldbahnlokomotiven nach Boldela transportiert. Dafür wurde extra eine Kleinbahn-Trasse gebaut. Über die Eisenbahnlinie Ludwigslust – Schwerin führte eine Holzbrücke. Mehr als zwei Jahre wurde gebaut, bis der 3000 Meter lange und 500 Meter breite Flugplatz fertig war. Die Bauern aus Boldela und Umgebung mussten zudem im Sommer ihre Schafe auf diese künstlich angelegte Weide schicken, damit sich die Grasnarbe verfestigt. Als in der Herde eine Krankheit ausbrach, verendeten die meisten Tiere. Die Besitzer haben aber nie eine Entschädigung erhalten.


Gymnastik und Fußball stehen hoch im Kurs

Der Sportclub Sülte feiert in diesem Jahr Geburtstag: Er wird 20 Jahre alt. Zum Verein gehören zwei Gymnastikgruppen und eine Fußballmannschaft. Die Gymnastikgruppe der Frauen leitet Doris Krüger, Treffpunkt ist montags in Rastow. Die Seniorengruppe unter Leitung von Helga Haak hingegen kommt regelmäßig im Sportlerheim Sülte zusammen. Übrigens: Beide Übungsleiterinnen haben eine Lizenz.

Zur Fußballmannschaft gehören 36 Männer. Sie spielen in der Kreisliga Schwerin-Nordwestmecklenburg. Training ist dienstags und freitags auf dem Sportplatz in Sülte. In den Wintermonaten trainieren die Kicker freitags in der Halle in Rastow. Die Mannschaft wird von Marko Schielke und Lars Schönfeldt betreut. Vereinsvorsitzender ist Edgar Krüger aus Sülte.

Und weil es ohne Sponsoren nicht geht, freut sich der Sportclub über die Unterstützung der Gemeinde Sülstorf, der Firmen Kagel und Karnatz aus Uelitz, der Firma Becker sowie Schielke aus Sülte.

Über den sportlichen Rahmen hinaus unternehmen die Mitglieder des Vereins auch gemeinsame Radtouren und Kegelabende.

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