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19. November 2017 | 17:15 Uhr

Fast jeder dritte Schlecker schließt

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mär.2012 | 09:37 Uhr

Die Drogeriekette Schlecker schließt im Land voraussichtlich mehr als 50 Filialen. Das geht aus einer gestern veröffentlichten vorläufigen Liste hervor. Solange Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit dem Betriebsrat verhandele, seien die 40 Seiten aber noch nicht endgültig, erklärte ein Unternehmenssprecher. Die Gewerkschaft ver.di geht von einer Schließung von knapp 70 Filialen im Land aus. Bundesweit stehen 2000 der rund 5400 Drogerien vor dem Aus.

Möglicherweise kann es noch zu kleinen Veränderungen kommen – doch ist das Aus für die Läden ziemlich sicher. Von rund 400 weiteren Filialen, die noch auf wackeligen Füßen standen, sind mittlerweile dem Vernehmen nach etwa 120 gerettet, über 280 spricht Geiwitz noch mit den Arbeitnehmervertretern.
In Brandenburg verschwinden aus etwa 40 Orten die Verkaufsstellen. Auf der Streichliste stehen unter anderem jeweils zwei Geschäfte in Perleberg, Potsdam, Cottbus und Brandenburg/Havel. Betroffen sind Läden im gesamten Land: von Ahrensfelde (Barnim) bis zu Zeuthen (Dahme-Spreewald).

Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) betonte, dass die Kompliziertheit der Situation bewusst sei. Nun habe der Insolvenzverwalter zu prüfen, wie das Unternehmen weiter geführt werden könne. „Wenn ein Ergebnis vorliegt, prüfen wir, ob und wie wir helfen können“, sagte der Minister.
Schlecker erklärte, die Mitarbeiter seien am Dienstag bereits über die Pläne informiert worden. Die Schließung eines Markts bedeute aber nicht zwangsläufig auch den Verlust des Arbeitsplatzes. Darüber entscheide in jedem Einzelfall der Sozialplan, der ebenfalls noch verhandelt werde. Auch ver.di-Sprecher Andreas Splanemann hatte betont, wie viele der rund 1300 Arbeitsplätze in Berlin und Brandenburg wegfielen, sei noch nicht klar. Die Zahl richte sich auch danach, wie viele Beschäftigte künftig in einer Filiale arbeiten werden. In Brandenburg gibt es laut Verdi derzeit 128 Filialen. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers sollen umgehend Rabattaktionen beginnen. Die Preise der Waren für den Ausverkauf sollen um 30 Prozent reduziert werden.

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