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Entscheidung im Oktober : Fahrscheine sollen wieder teurer werden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Beim von den Ländern finanzierten Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) hält man sich noch bedeckt. Sprecherin Elke Krokowski verweist auf die Aufsichtsratssitzung am 9. Oktober, auf der man sich mit den künftigen Fahrpreisen befassen wolle.

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erstellt am 11.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Pendlern in Berlin und Brandenburg droht eine Preiserhöhung im Nahverkehr. Die Ticketpreise sollen ab Januar 2015 um 2,3 Prozent steigen. Beim von den Ländern finanzierten Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) hält man sich noch bedeckt. Sprecherin Elke Krokowski verweist auf die Aufsichtsratssitzung am 9. Oktober, auf der man sich mit den künftigen Fahrpreisen befassen wolle.

Medienberichten zufolge kostet ein ABC-Ticket für Berlin dann 3,30 Euro – zehn Cent mehr als bisher. Geht es nach den Berliner Verkehrsunternehmen, allen voran die BVG, hätte es die Preiserhöhung bereits im August dieses Jahres gegeben. Dass die Erhöhung von vermutlich 2,3 Prozent nun erst im Januar kommt, ist nach Aussagen des Berliner Fahrgastverbandes IGEB der Brandenburger Politik zu verdanken: „Der Kurfürst von Brandenburg wollte nicht, dass in seinen Wahlkampf solch eine Nachricht platzt“, sagt Jens Wieseke.

1,2 Milliarden Euro – 63 Millionen mehr als im Jahr zuvor – hatte der Ticketverkauf 2013 an Einnahmen gebracht. Die Zahl der Fahrgäste kletterte mit 1,32 Milliarden auf ein Rekordhoch. Die Ticketerlöse decken laut VBB die tatsächlichen Ausgaben aber nicht einmal zu 50 Prozent.

„Mehr als die Hälfte der Kosten im Öffentlichen Nahverkehr wird über öffentliche Mittel finanziert“, erklärt VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel. Nach Aussagen von VBB-Sprecherin Krokowski hat die mögliche Ticketpreiserhöhung aber nicht direkt mit den derzeit festgefahrenen Verhandlungen über die Zuschüsse des Bundes, sondern eher mit den sonstigen Preissteigerungen zu tun. Die letzte Erhöhung liege mehr als ein Jahr zurück.

Die Grünen im Brandenburger Landtag kritisierten die Pläne. Eine Fahrpreiserhöhung sei auch vor dem Hintergrund der völlig überhöhten Stations- und Trassenentgelte, die die Bahn von regionalen Schienenverkehrsgesellschaften verlangen, nicht hinzunehmen, sagte der Fraktionsvorsitzende Axel Vogel.

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