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Video: Wintercheck fürs Auto : Expertentipps: So wird das Auto fit für den Winter

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Das Sprichwort „Von O bis O", sprich von Oktober bis Ostern, kennen wohl die meisten Autofahrer. Wie Ihr Wagen gut durch den Winter kommt, verrät Ihnen Christan Hieff vom ADAC.

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erstellt am 20.Okt.2017 | 20:30 Uhr

Der Zeitraum, in dem man mit Winterreifen fährt, wird mit eben diesem „Von O bis O“ bezeichnet. Er gibt gleichzeitig den Termin zum Wechseln an. Jetzt Ende Oktober also spätestens wieder auf die winterlichen Reifen.

Eine hundertprozentige Sicherheit bietet diese Faustregel jedoch nicht. Denn kommt es bereits jetzt zu einem Wintereinbruch und man hat noch Sommerreifen aufgezogen, müssen die Reifen schnellstens gewechselt werden. Seit Dezember 2010 gilt in Deutschland eine Winterreifen-Pflicht. Wer bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch oder Eis- bzw Reifglätte mit Sommerreifen erwischt wird, kann mit 60 Euro zur Kasse gebeten werden und erhält einen Punkt in Flensburg. Kommt es zu einem Unfall, steigt das Bußgeld auf 120 Euro an. Ebenfalls mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt wird bestraft, wenn die Winterreifen nicht die nötige Profiltiefe haben. Wie Sie testen, ob ihre Reifen noch eine Saison durchalten, erklärt Christan Hieff im Video:

Als „Hausmittel“ zum Profiltesten wird oft die Euromünze verwendet. Wenn bei ihr der goldene Rand nicht mehr zu sehen ist, sei das Profil noch in Ordnung, so sagt man. „Dies gilt eher für Sommerreifen“, rät Christian Hieff. „Beim Winterreifen brauchen wir etwas mehr Profil, denn selbst wenn der Rand nicht mehr zu sehen ist, bedeutet das nicht, dass die vom ADAC empfohlenen 4 Millimeter eingehalten werden.“

Nicht nur die Reifen sorgen für die Sicherheit des Autos im Winter. Auch ein ausreichender Frostschutz ist unerlässlich. Für freie Sicht sollte man vor dem ersten Frost das Scheibenwisch-Wasser mit Frostschutzmittel mischen, denn ist das Wasser schon gefroren, ist es zu spät. Aber nicht nur das Scheibenwisch Wasser muss mit Frostschutz versehen werden:

In der Regel werden in unseren Breitengraden keine Temperaturen um die -30 Grad Celsius erreicht. Warum also ein so hoher Frostschutz? - „Der Frostschutz dient gleichzeitig als Korrosionsschutz für den Motor“, erklärt ADAC-Experte Hieff. Er sorgt also dafür, dass sich kein Rost bilden kann.

Zur guten Sicht im Winter gehört natürlich auch das Licht am Auto. Hier empfiehlt es sich, jedes Jahr einen Lichttest machen zu lassen, rät der Fachmann:

Die Überprüfung aller Scheinwerfer und Lichter am Wagen dauert im Schnitt eine viertel Stunde und kann in jedem Meisterbetrieb der KFZ-Innungen und bei der DEKRA gemacht werden.

Auch intakte Scheibenwischer sind für eine gute Sicht unerlässlich. Diese sollten ausgetauscht werden, wenn es zu Schlieren beim Wischen kommt. Eine gut gereinigte Frontscheibe sorgt ebenfalls für mehr Sicherheit, denn „eine verstaubte Frontscheibe schluckt bis zu 30 Prozent Licht“, warnt Christian Hieff.

Eine Gefahr für den Lack stellen im Winter besonders die mit Salz gestreuten Straßen dar. Über das Tauwasser gelangt das Salz auf den Lack und kann diesen beschädigen. Deshalb empfiehlt Christian Hieff, den Wagen „nach alter Herrensitte einzuwachsen“. Man könne auch in die Waschstraße fahren und dafür das entsprechende Programm nutzen. Der Schutz besteht dann jedoch nur für eine kurze Zeit. Wird der Wachs per Hand gründlich aufgetragen, hält der Schutz hingegen die ganze Saison, je nach Nutzung des Fahrzeuges, so der Experte. Die Pflege sollte sich jedoch nicht nur auf den Lack beschränken. Auch die Gummidichtungen bedürfen spezieller Pflege, wie Christian Hieff im Video verrät: 

Im Video benutzte Christian Hieff einen handelsüblichen Pflegestift. Als Alternative kann man die Gummidichtungen auch mit Talkpuver einreiben, ebenfalls im Fachhandel oder Baumarkt erhältlich. Vor dem Haushaltstipp, den Gummi mit Speck oder Öl einzureiben, warnt Christian Hieff hingegen: „Die Weichmacher in den Gummis reagieren auf das Fett und sorgen dafür, dass die Gummis frühzeitig altern und spröde werden.“

Als letzter Bestandteil des „Winterchecks“ empfiehlt sich in der Werkstatt den Zustand der Autobatterie überprüfen zu lassen. „Das kostet nicht viel und ist schnell gemacht. Eine schlechte Autobatterie ist jedes Jahr im Winter Pannenursache Nummer eins. Nach einem frostigen Wochenende wissen wir bereits schon vorher, dass wir Montag früh alle Hände voll zu tun haben“, erklärt Christian Hieff.

„Der ADAC ist in der Regel innerhalb einer halben Stunde vor Ort, doch es kann durch ein erhöhtes Pannenaufkommen wie im Winter immer wieder zu Wartezeiten von mehreren Stunden kommen.“ Deshalb empfiehlt der ADAC Experte immer eine warme Decke im Auto zu haben, um nicht zu frieren, wenn es bis zum Eintreffen der Pannenhelfer ausnahmsweise etwas länger dauert.

Alles Tipps nochmal gesammelt im Video:

 
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