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23. September 2017 | 14:59 Uhr

Es stinkt

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2011 | 07:12 Uhr

Wir leben zwar in einer Musterregion zum Bürokratieabbau. Doch davon ist nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die Regelungswut realitäts- und lebensfremder Bürokratenheere erreicht mit dem Glühbirnenverbot das traute Heim und mit der Kläranlagenoffensive jetzt auch noch die idyllischen Kleingärten. Keine Frage: Gewässerschutz ist wichtig und Ausnahmen öffnen Missbrauch die Schleusen. Nur scheint in der gegenwärtigen Diskussion einiges aus dem Ruder zu laufen.

Erstens: Warum nicht etwas gelassener an die Sache gehen und beispielsweise erst beim Pächterwechsel auf moderne Anlagen achten? Zweitens: Kleingärten haben seit hunderten von Jahren soziale Funktionen. Im Klartext: Wer eine Parzelle pachtet, hat meist nicht viel Geld. Wenn der Minister von 1000 Euro Anschaffungskosten für Abwasserbehälter spricht, dann ist das für viele Gartenfreunde nicht zu stemmen. Denn garantiert kassieren die Behörden auch noch Genehmigungsgebühren oder verlangen Abnahmegutachten.

Und was, bitte schön, ist mit den Güllebombern, die ihre Fracht auf die Felder schütten? Was ist mit dem Klärschlamm voll chemischer Restsubstanzen, der auch auf den Feldern landet? Für bürokratische Umweltschützer gibt es genug zu tun, nicht zu allererst in den Kleingärten. Oder stört es, dass sich Menschen einfach eine Nische schaffen, in der es ihnen gut geht?

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