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19. November 2017 | 05:56 Uhr

"Es muss in die Köpfe rein"

vom

svz.de von
erstellt am 30.Nov.2011 | 07:57 Uhr

HIV und Aids sind immer noch Tabu-Themen.

Dr. Kristina Biedermann, Hygieneärztin in der Helios-Klinik Schwerin, beantwortete Sabrina Panknin ein paar Fragen dazu.

Bis heute sind HIV und Aids Tabu-Themen. Was muss sich ändern, damit Betroffene nicht weiter ausgegrenzt oder wie Aussätzige behandelt werden?

Dr. Kristina Biedermann: Ein Problem stellt primär dar, dass HIV und Aids als Begrifflichkeit häufig vertauscht werden - sie werden oft gleichgesetzt. Doch das ist falsch. Ein wesentlicher Aspekt ist die Akzeptanz der Infektion in der Öffentlichkeit.

Es muss in die Köpfe rein, dass sich niemand im normalen sozialen Umgang ansteckt mit dem Virus ansteckt.

Woran liegt das?

Ich denke, dass die Schreckensbilder aus den 80er- und 90er-Jahren sowie die zahlreichen Todesfälle bei vielen noch präsent sind.

Glauben Sie an eine Heilung von HIV?

Die Optimisten sagen in zehn, 15 Jahren werden wir es im Griff haben.

Andere sagen, es wird länger dauern.

Ich sage immer, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich weise immer auf die Hepatitis-C-Forschung hin, da haben wir auch schon sehr viel erreicht.

Ich denke, dass kann man analog auf HIV übertragen - aber es wird noch dauern.

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