Es knattert und dröhnt in Doberan

Wie tausende andere Biker kamen Ines Fels, Armin Rixe, Detlef Hoffmann, Friedhelm und Carmen Lewark (v. l.) zum Doberaner Münster.Michaela Krohn
Wie tausende andere Biker kamen Ines Fels, Armin Rixe, Detlef Hoffmann, Friedhelm und Carmen Lewark (v. l.) zum Doberaner Münster.Michaela Krohn

von
06. Mai 2013, 11:20 Uhr

Wenn es um das Doberaner Münster herum wieder brummt und knattert und Motorradfahrer aus ganz Mecklenburg kommen, stehen die Türen der Kirche für den Bikergottesdienst offen. Bei herrlichstem Mai-Wetter und ausgelassener Stimmung feierten tausende Biker und Besucher im Garten des Münsters.

Schon beim Betreten des Geländes weiß der Besucher: Hier wird kein normaler Gottesdienst abgehalten. Aus den Boxen erschallen Rocksongs von Frank Zappa und Steppenwolf, aber genauso auch von christlichen Chören. Diese Mischung und der Volksfestcharakter rund um das Münster scheinen die Menschen zusammenzubringen.

Sternfahrt zieht viele Schaulustige an die Straßen

Mit der traditionellen Sternfahrt ging es gestern um 9 Uhr auf nach Bad Doberan. Die Biker sind aus Rostock, Satow, Neubukow und Schwaan gestartet und sammelten sich dann auf dem Vorplatz des Münsters. Von dort sind alle gemeinsam zu einer großen Ausfahrt aufgebrochen. Die diesjährige Route führte die Motorradfahrer zunächst weiter nach Westen durch Wittenbeck und Kühlungsborn, runter nach Bastorf, Neubukow, dann zurück Richtung Osten durch Kröpelin und Reddelich und wieder nach Bad Doberan. Viele Schaulustige ließen sich von den lauten Maschinen beeindrucken, die eine hunderte Meter lange Karawane bildeten. Die Polizei sperrte kurzzeitig einige Kreuzungen, um den Bikern eine sichere und freie Fahrt zu verschaffen. Wer nach der Ausfahrt etwas Gutes tun wollte, konnte nach beim Deutschen Roten Kreuz Blut spenden.

Der anschließende Gottesdienst wurde in diesem Jahr von Radio-Pastor Matthias Bernstorff abgehalten, der in seiner Predigt vor allem mahnte: "Der Klügere gibt nach." Das gelte nicht nur für das Leben mit seinen Mitmenschen, sondern auch für das Verhalten auf der Straße. Die Predigt wurde wie immer über Lautsprecher auch nach draußen auf die Festwiese übertragen. Pastor Bernstorff selbst weiß, wovon er spricht, denn er ist selbst begeisterter Motorradfahrer und verriet, dass er sich von seinem ersten Gehalt eine Suzuki GSX 1200 kaufte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen