Es ist das erste Mal

Lutz Leitzsch (59)Kapitän der Aidaluna
Lutz Leitzsch (59)Kapitän der Aidaluna

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23. Februar 2009, 02:22 Uhr

Was für ein Gefühl ist es, Kapitän eines solchen Schiffes zu sein?

Lutz Leitzsch: Es ist etwas ganz Besonderes. Für mich ist es das erste Mal, dass ich ein nagelneues Schiff übernehme. Sonst waren sie immer schon einige Monate alt. Aber diesmal bin ich derjenige, der das Schiff zum ersten Mal in Fahrt bringt.

Freuen Sie sich auf die Taufe?

Lutz Leitzsch: Natürlich. Da hab ich meinen ganze Familie an Bord. Mein Sohn und meine Tochter sind ja schon erwachsen und kommen nicht mehr so oft mit auf Reisen. Aber wenn ich eine so schöne Taufpatin hab wie die Franziska Knuppe, wollen sie alle sehen, wie ich sie küsse.

Wie verbringen Sie eigentlich ihren Urlaub?

Lutz Leitzsch: Ich schnalle die Fahrräder auf das Auto und fahre mit meiner Frau aufs Fischland. Ich bin bei Wustrow aufgewachsen. Wir radeln über den Deich, gehen an den Strand. Manchmal verbringen wir unsere Ferien auch in den Bergen und gehen wandern.

Sie kommen ursprünglich aus der Handelsschifffahrt. Was ist der größte Unterschied zur Kreuzfahrt aus der Sicht eines Kapitäns?

Lutz Leitzsch: Juristisch ist es die gleiche Verantwortung. Wenn etwas passiert, bin ich in der Pflicht. Das Besondere an der Kreuzfahrt ist die Anzahl der Menschen. Da hat jeder mal irgendein Problem. Es kann schon vorkommen, dass jemand einen Hubschrauber benötigt, um an Land zu kommen. Das muss dann geregelt werden.

Was war das Schlimmste, was Ihnen bisher auf einer Fahrt passiert ist?

Lutz Leitzsch: Da könnte ich nichts benennen. Schwierige Wetterlagen kommen regelmäßig vor. Dann muss ich mir die Frage stellen, ob wir einen Hafen anlaufen können oder nicht. Es kann unangenehm sein, wenn die Passagiere uneinsichtig sind.

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