Kommentar des Autors : Es gibt keine gute Gewalt

svz.de von
14. März 2016, 20:52 Uhr

Wer schreit, hat unrecht, sagt der Volksmund. Und: Wem die Argumente ausgehen, greift zur Gewalt.

Um eines klarzustellen: Nur weil die AfD momentan triumphiert, ist ihr politisches Angebot nicht besser  und die Rhetorik ihrer Vorturner nicht legitimer.  Von der Unglaubwürdigkeit  des Spitzenpersonals ganz abgesehen. Sie bleibt ein Sammelbecken der Wütenden und Frustrierten und betreibt gefährliche geistige Brandstiftung. Das bewies Frontfrau Frauke Petry  mehrfach. Von einer Volkspartei, die sich dadurch auszeichnet, breite gesellschaftliche Schichten unter einer weltanschaulichen Idee zu versammeln, ist die AfD noch Meilen entfernt - weil es ihr an dieser weltanschaulichen Klammer fehlt. 

Doch nichts rechtfertigt Gewalttaten gegen Einrichtungen irgendeiner Partei. Wer Gewalt ausübt, hat  nicht nur keine Argumente, sondern scheut sich, mit seinen Gegnern in einen argumentativen Clinch zu gehen. Auseinandersetzung aus der Distanz   mag in manchen Situationen  als taktisch klug gelten. Doch im Schutze der Dunkelheit  Steine, Farbbeutel oder Stinkbomben werfen ist Feigheit vorm Feind. So jemand traut sich nicht, sich zu erkennen zu geben. Und so hinterhältige Täter sind potenziell zu Schlimmerem  bereit, hätten sie  die Mittel dazu. Deshalb: Wehret den Anfängen! Linken  Chaoten sei gesagt: Mit solchen Anschlägen macht man Brunnenvergifter zu Märtyrern.

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