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Verkehrskontrollen : Es blieb ruhig am Tag des Blitzermarathons

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei bis zum Freitagmorgen vielerorts mit Messtechnik präsent - Vorabankündigungen sind umstritten. Am Freitag werden Ergebnisse erwartet..

svz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 22:04 Uhr

Der seit langem angekündigte Blitzermarathon, der im gesamten Bundesgebiet stattfindet, geht heute früh um 6 Uhr zu Ende. Über die Ergebnisse informiert im Laufe des Tages die Polizei und wir werden in der morgigen Ausgabe berichten. SVZ begleitete gestern die Beamten bei ihrer Kontrolle in Marnitz.

In der Grabower Straße baute Polizeihauptmeister Wolfgang Scheller das LaserPatrol-Messgerät auf. „Hier ist es eine stadteinwärts abschüssige Asphaltstraße aus Richtung Leppin kommend und da wird schon schnell gefahren, auch Dorfauswärts wird mal eben Gas gegeben“, sagt er.

Anwohner und Bürgermeister Hans-Jürgen Buchholz begrüßen die Aktion, die für mehr Ordnung sorgen soll. Der Leiter des Polizeihauptreviers Waldemar Skrocki war selbst vor Ort und stoppte den einen oder anderen Verkehrssünder. Viele waren es nicht, denn in den Medien war ausführlich vorab informiert worden.

„So konkret mit Uhrzeiten usw. müsste das nicht sein, schließlich hätte es auch gereicht, auf den Marathon allgemein hinzuweisen“, meinte ein Kraftfahrer aus Friedrichsruhe. Auch wenn er nicht wegen zu schnellen Fahrens angehalten wurde, sondern weil ein Tagfahrlicht ausgefallen war, begrüßte er grundsätzlich die Aktion. „Aber auch ich habe meinen Fahrstil heute dieser Aktion angepasst und besonders auf den Tacho geachtet“, meinte er, der noch am Morgen in unserer Zeitung die Blitzerstellen nachgelesen hatte.

Eine ganz andere Rechnung hatte eine junge Frau aus dem Prignitz-Landkreis präsentiert bekommen, bei der mancher Mathelehrer den Kopf schütteln würde. „65 minus drei gleich 12 gleich 25, das sind 65 km/h zu schnell. Drei km/h werden abgezogen, ergeben 12 km/h zu schnell und es kostet 25 Euro“, rechnet Polizeiobermeisterin Marion Malcher vor.

Die junge Fahrerin aus der Prignitz wusste zwar von der Blitzeraktion, „wollte aber schnell ins Krankenhaus“, da sie dort jemanden hinbringen musste und hat so das Tempo am Ortseingangsschild nicht stark genug gedrosselt.

„Insgesamt läuft es aber relativ ruhig, die meisten halten sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten“, ist Revierleiter Skrocki zufrieden. Insgesamt zehn Beamte hat er zusätzlich im Einsatz während der Aktion, und die alltäglichen „normalen“ Aufgaben müssen ja auch abgearbeitet werden. Der Personalbestand ist relativ knapp, „aber diese Aktion ist sehr wichtig und dient vor allem der Prävention. Zu hohes Tempo ist immer noch eine der meisten Unfallursachen und jetzt mit dem beginnendem Herbst kommen weitere Dinge wie Nebel, nasse Straßen und Laub hinzu. Darauf wollen wir aufmerksam machen und die Kraftfahrer sensibilisieren, in der Hoffnung, dass es fruchtet und die Zahl der Unfälle nicht weiter zunimmt“, betont Skrocki.



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