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Erst Ziergewächs, dann Nahrung;Kartoffeln vom König

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erstellt am 27.Sep.2013 | 10:09 Uhr

Hintergrund


Erst Ziergewächs, dann Nahrung
Die Kartoffel gehört wie die Tomate zu den Nachtschattengewächsen. Der Name Kartoffel leitet sich vom italienischen Tartufolo - Trüffel - ab. Weltweit gilt sie als Nummer 4 unter den Nahrungsmitteln mit einer Jahresproduktion von mehr als 330 Millionen Tonnen. Größter Anbauer ist China, Deutschland belegt Platz 6. Das Ursprungsgebiet der Kartoffeln sind die Anden. Nach Europa gelangten sie erstmals 1562, zunächst
auf die Kanaren. Anfangs wurden sie lediglich als Ziergewächs angebaut.

Was haben denn Kartoffeln mit Königen zu tun?

Das kam so und spielte vor etwa 250 Jahren: Friedrich II. von Preußen wollte etwas gegen die Hungersnöte in seinem Land unternehmen. Er hatte die Idee, dass die Bauern nicht nur Getreide, sondern auch Kartoffeln anbauen sollten. Damals war das Gewächs noch ziemlich unbekannt. Denn es kam aus Südamerika. Deshalb ließ Friedrich kostenlos Kartoffeln an die Bauern verteilen. Die sollten sie auf den Feldern aussäen. Doch die exotische Pflanze war den Preußen nicht geheuer. Darum griff der König zu anderen Mitteln: Er befahl seinen Untertanen Kartoffeln anzubauen. So verdanken wir also Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Knödel und Kartoffelsalat ein bisschen auch einem König.

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