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Erneut Pleite für Hansa: Nach 2:3 in Braunschweig weiter Letzter

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erstellt am 04.Mär.2012 | 04:38 Uhr

Hansa Rostock verliert im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga immer weiter an Boden. Das Team von Trainer Wolfgang Wolf verlor am Sonntagnachmittag das Aufsteigerduell bei Eintracht Braunschweig trotz guter Leistung unverdient mit 2:3 (1:2) und hat nun schon fünf Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. „Das ist ein Spiegelbild der Saison. Wir spielen relativ gut mit, schaffen es dann aber einfach nicht, den einen Punkt mitzunehmen“, sagte Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer enttäuscht. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, meinte Trainer Wolf.

Timo Perthel (13.) und Tobias Jänicke (52.) erzielten vor 22 000 Zuschauern im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße die Tore für die Mecklenburger, die als einziger Zweitligist auswärts noch sieglos sind. Norman Theuerkauf (7.), Dominick Kumbela (40.) und Nico Zimmermann (79.) trafen für die Hausherren, die den ersten Sieg in der Rückrunde feierten.

Bei guten äußeren Bedingungen erhielten die Hoffnungen der Rostocker auf den ersten Auswärtssieg der Saison bereits früh einen herben Dämpfer. Theuerkauf stand nach einer Ecke völlig frei und drosch den Ball aus zehn Meter ins linke Dreiangel. Die umformierte Hansa-Defensive, in der überraschend Kevin Pannewitz den gelbgesperrten Abwehrchef Matthias Holst vertrat, schaute dabei tatenlos zu.

Hansa fand jedoch die passende Antwort. Der von einer Schulterverletzung genesene Mittelfeldspieler Perthel kam ebenfalls nach einer Ecke unbedrängt zum Schuss und zu seinem ersten Tor für den Aufsteiger. Der Treffer machte Hansa Mut und Beine. Hätte Jänicke etwas genauer gezielt, wäre nach einer halben Stunde sogar die Führung für die von über 2000 Schlachtenbummlern unterstützten Mecklenburger drin gewesen.

Die Eintracht machte es besser - wenn auch mit Unterstützung des Schiedsrichtergespanns. Das übersah bei einem der wenigen gefährlichen Braunschweiger Angriffe eine Abseitsposition von Kapitän Dennis Kruppke. Der bediente den bis dato blass gebliebenen Kumbela, und der schoss energisch zu seinem achten Saisontreffer ein.

Aber auch der Schock warf den Gast nicht um. Perthel scheiterte zwar noch am guten Eintracht-Keeper Daniel Davari (50.). Aber zwei Minuten später war auch er geschlagen, als Jänicke ihn aus Nahdistanz tunnelte. Das vierte Saisontor des agilen Mittelfeldakteurs belebte die Rostocker Offensivbemühungen weiter.

Die daraus resultierenden Möglichkeiten wurden jedoch - wie immer in der verkorksten Saison - nicht genutzt. Und wie fast immer folgte die Strafe auf dem Fuß. Der eingewechselte Zimmermann verwandelte einen Freistoß aus 18 Metern direkt in die Torwartecke von Rostocks Kevin Müller. Das war die Entscheidung.

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