Erich Honecker: Gefängnis, Prozess, Exil

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06. Mai 2011, 07:37 Uhr

3. April 1990: Erich Honecker wird zusammen mit seiner Frau ins sowjetische Militärhospital Beelitz gebracht.

13. März 1991: Das Ehepaar Honecker wird nach Moskau ausgeflogen.

Dezember 1991: Der neue russische Präsident Boris Jelzin fordert das Ehepaar auf, das Land zu verlassen. Das Ehepaar flüchtet daraufhin in die chilenische Botschaft in Moskau.

29. Juli 1992: Erich Honecker wird nach Berlin ausgeflogen und in die Justizvollzugsanstalt Moabit gebracht.

4. August 1992: Bei Erich Honecker bestätigt sich ein Leberkrebsverdacht. Trotzdem beginnt 12. November 1992 der Prozess gegen ihn.

13. Januar 1993: Das Gericht stellt das Verfahren gegen den todkranken Honecker ein und hebt den Haftbefehl auf. Honecker kommt nach 169 Tagen Untersuchungshaft frei. Er flieht zu seiner Frau und seiner Tochter Sonja nach Chile.

17. April 1993: Ein letztes Mal rechnet Honecker mit dem Klassenfeind ab. In einer Rede sagt er: "Sozialismus ist das Gegenteil von dem, was wir jetzt in Deutschland haben. Sodass ich sagen möchte, dass unsere schönen Erinnerungen an die DDR viel aussagen von dem Entwurf einer neuen, gerechten Gesellschaft. Und dieser Sache wollen wir für immer treu bleiben."

29. Mai 1994: Erich Honecker stirbt im Alter von 81 Jahren. Die Urne mit seiner Asche soll sich bis heute auf dem Grundstück der Familie in Chile befinden.

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