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12. Dezember 2017 | 19:14 Uhr

Erde Nummer zwei entdeckt

vom

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2011 | 06:39 Uhr

Washington | Das Weltraumteleskop "Kepler" hat den ersten erdähnlichen Planeten in der bewohnbaren Zone eines sonnenähnlichen Sterns aufgespürt. Das hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Montag (Ortszeit) auf einer "Kepler"-Konferenz in Kalifornien (USA) bekanntgegeben. Auf der Suche nach einer "zweiten Erde" hat das Weltraumteleskop einen Planeten erspäht, der unserer Heimat schon sehr ähnlich scheint. "Keppler 22b" und sein Heimatstern sind allerdings etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Hinweise auf Leben gibt es von dort aber nicht. Auf dem Planeten mit der Katalognummer Kepler-22b herrschen aber laut Nasa milde 22 Grad Celsius. Wasser wäre dort flüssig, sofern es existiert. Das ist eine Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen.

"Diese Entdeckung stützt die wachsende Überzeugung, dass wir in einem Universum leben, in dem es vor Leben wimmelt", urteilte einer der Forscher aus dem Entdeckerteam, Alan Boss von der Carnegie Institution. Es steht noch nicht einmal fest, ob es sich überhaupt um einen Gesteinsplaneten wie die Erde handelt oder ob Kepler-22b flüssig oder gasförmig ist. Dennoch ist der Planet nach Angaben der Nasa ein bedeutender Fund. "Dies ist ein wesentlicher Meilenstein bei der Suche nach einem Zwilling der Erde", betonte "Kepler"-Forscher Douglas Hudgins. Der ferne Planet ist laut Nasa der bislang kleinste, der in der bewohnbaren Zone eines sonnenähnlichen Sterns aufgespürt worden ist. Sein Durchmesser ist nur etwa 2,4-mal größer als derjenige der Erde. Er umrundet seine Sonne, die etwas kleiner und kühler ist als unsere, alle 290 Tage. Die Masse des Planeten ist nicht genau bekannt.

Es ist nicht der erste Nachweis eines Planeten in der bewohnbaren Zone eines anderen Sterns, aber der erste mit dem Weltraumteleskop "Kepler" - und nach Nasa-Angaben der erste bei einem sonnenähnlichen Stern. In den vergangenen Jahren haben Planetenjäger bereits mehr als 700 Planeten anderer Sterne aufgespürt, sogenannte Exoplaneten. Die meisten von ihnen sind heiße Geschwister des Gasriesen Jupiter, des größten Planeten unseres Sonnensystems, die ihre Sonnen in geringem Abstand umkreisen.

"Das Schicksal meinte es gut mit uns bei der Entdeckung dieses Planeten", sagte "Kepler"-Chefwissenschaftler William Borucki. Den ersten Hinweis auf Kepler-22b habe das Teleskop bereits drei Tage nach der offiziellen Inbetriebnahme im Frühjahr 2009 geliefert. "Den entscheidenden dritten Transit haben wir in der Weihnachtszeit 2010 beobachtet."

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