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21. November 2017 | 15:06 Uhr

Energiewende ernst gemeint?

vom

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2013 | 11:05 Uhr

Es ist schon seltsam mit der Energiewende. Seit nunmehr einem Jahrzehnt wird um die Windparks auf hoher See gestritten und gerungen, werden sie geplant und verworfen – und nun ist alles ein „ökonomischer und technologischer Irrläufer“? Dem Einstieg in die Offshore Energieproduktion auf der Ostsee mit 21 Windrädern vor dem Darß, symbolisch vollzogen vor exakt zwei Jahren von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), soll jetzt umgehend der Ausstieg folgen? Also das wäre doch wohl die Wende der Energiewende, und eine Bankrotterklärung der Politik.

Je schneller der Ausstieg aus dem Offshore-Ausbau vereinbart werde, um so geringer würden die negativen Folgen ausfallen, warnen Verbraucherschützer und sorgen damit für eine Verunsicherung bei Investoren. Das ist die eigentliche Crux. Allein EnBW baut nach Baltic 1 einen zweiten Windpark mit 80 Windkraftanlagen 32 Kilometer nördlich von Rügen, der 2014 in Betrieb gehen soll. Die Bundesregierung plant in der Nord- und Ostsee bis 2020 Anlagen mit einer Leistung von 10 000 Megawatt. Jetzt müssen Merkel oder ihr Umweltminister Peter Altmaier (CDU) aber auch zu erkennen geben, ob sie weiterhin zu diesen Plänen stehen. Dass Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) an Windenergie von der Ostsee großes Interesse hat, liegt auf der Hand. Könnte das Land doch damit zum Energieexporteur werden. Aber dazu gehört der Transport des Stroms über neue Trassen, die vom Bund mitgetragen werden müssen. Merkels Bekenntnissen müssten Taten folgen.

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