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20. August 2017 | 19:29 Uhr

Endspurt auf der Rathaus-Baustelle

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Stadtmitte | Hektik auf der Baustelle im Rathaus-Anbau: In einigen Tagen soll das Ortsamt hier einziehen. Noch ist nicht alles fertig: Elektriker müssen Lampen und Schalter montieren, Möbeltischler Tresen und Regale anpassen, Klempner die Sanitäranlagen installieren. Im ersten Stock hämmern die Parkettleger, im Erdgeschoss rollen die Maler ihre Folien aus. "Hier erledigen alle Ausbaugewerke noch Restarbeiten", sagt Reinhard Wolfgramm, Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS). Auf den beiden Etagen der ehemaligen Adresse Neuer Markt 33/34 drängt die Zeit am meisten. Denn bis Ende des Jahres müssen sie bezugsfertig sein, damit Ortsamt und Ausländerbehörde in den einstigen Räumen der Mecklenburgischen Depositen- und Wechselbank für die Bürger da sein können.

Planer stellen historisches Fenster wieder her

Etwas mehr Zeit bleibt noch für die oberen Etagen und das Haus in der Großen Wasserstraße 19. "Das soll Ende März 2013 bezugsfertig sein", sagt RGS-Projektleiterin Petra Günther. Der dreiteilige Komplex, zu dem auch ein moderner Zwischenbau gehört, umfasst insgesamt rund 3500 Quadratmeter. Sie verteilen sich auf Erdgeschoss, zwei Obergeschosse und ein ausgebautes Staffelgeschoss. 6,7 Millionen Euro kostet das gesamte Projekt. 4,3 Millionen davon fließen aus Städtebaufördertöpfen.

Etwas Platz gewinnt der Keller, der schon jetzt bezogen wird. "Um mehr Fläche für das Archiv zu bekommen, haben wir unter dem Schustergarten gegraben", erklärt Günther. So heißt der Innenhof in dem Ensemble, der später auch vom Standesamt mitgenutzt werden soll. Dass bei den Arbeiten dort archäologische Funde gemacht wurden, hatten die Planer der RGS angesichts der Lage in der historischen Altstadt erwartet. "Nach der Sanierung sollen die Fundstücke dann im Haus zu sehen sein", so Günther.

Gründe für die leichten Verzögerungen gibt es einige: So wurde bei den Bauarbeiten entdeckt, dass besonders der Zustand des Hauses Große Wasserstraße 19 schlechter war als vermutet. Außerdem mußte mitten im Bau umgeplant werden. "Denn ursprünglich sah der Plan vor, dass die Tourist-Information hier einziehen soll", sagt Günther. Doch die hat inzwischen bereits im Erdgeschoss des Barocksaals geöffnet. Die Räume sollen nun von anderen Behörden genutzt werden.

Ein Schmuckstück wird die Ortsamtshalle im 1910 gebauten Giebelhaus. Durch ein großzügiges Deckenfenster fällt Tageslicht auf die hellen Tresenmöbel. Die Wiederherstellung dieses Oberlichts war eine der Vorgaben vom Denkmalpflegeamt. "Damit soll der ursprüngliche Charakter der ehemaligen Kassenhalle wieder zur Geltung kommen", sagt Stadtkonservator Peter Writschan.

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erstellt am 12.Dez.2011 | 07:37 Uhr

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