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Hornhaut-Transplantation : Endlich wieder klar sehen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rund 100 Patienten wird jährlich in Rostock die Hornhaut eines Verstorbenen transplantiert

Die Hornhaut ist das klare Fenster des Auges. Durch sie fällt das Licht hinein. Zusammen mit der Augenlinse bildet die Hornhaut das optische System, das das Bild der Umwelt auf der Netzhaut scharf abbildet. Wird sie durch Krankheiten oder durch Narbenbildung nach Verletzungen getrübt, ist das Sehen stark, mitunter sogar völlig eingeschränkt.

Eine Hornhauttransplantation ist für viele Patienten die einzige Chance, nicht für immer zu erblinden. Die Verpflanzung der Augen-Hornhaut gilt als die häufigste und erfolgreichste Transplantation in der Medizin. In der Augenklinik der Universitätsmedizin Rostock erhalten jährlich rund 100 Patienten eine neue Hornhaut, so Klinikdirektor Prof. Dr. Anselm Jünemann. „Der Eingriff kann vielen Patienten das Augenlicht retten.“ Heutzutage müsse bei der OP oft nur noch eine Schicht der erkrankten Hornhaut ersetzt werden. Voraussetzung dafür ist die Gewebespende.

Der Bedarf für jährlich etwa 6000 Transplantationen in Deutschland ist hoch. „In MV können wir inzwischen den Bedarf an Transplantaten aufgrund der hohen Spendenbereitschaft decken. Wir müssen dafür sorgen, dass das auch so bleibt“, erklärt Martin Börgel, Geschäftsführer der Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation , die seit vielen Jahren die Spende und Vermittlung von Hornhaut im Bundesland organisiert. „Hinter jeder erfolgreichen Transplantation steht ein Mensch, der selbstlos nach seinem Tod Gewebe gespendet hat.“

Wie eine solche Spende genau abläuft, was beim Eingriff passiert und wie die Erfolgsaussichten stehen, erfahren Interessenten am 21. April um 17.30 Uhr im Hörsaal der Rostocker Augenklinik (Doberaner Straße 140, 3. Obergeschoss) auf einem Patientenforum. Neben Expertenvorträgen und Fragerunden wird ein Patient von seinen Erfahrungen mit einer Transplantation berichten.


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