2. Handball-Bundesliga : Empor pfeift aus dem letzten Loch

Heute Abend in Ferndorf wird viel von Robert Barten (Nummer 13) abhängen. Der Youngster muss die Rolle des verletzten Roman Becvar übernehmen.  Fotos: Georg Scharnweber
Heute Abend in Ferndorf wird viel von Robert Barten (Nummer 13) abhängen. Der Youngster muss die Rolle des verletzten Roman Becvar übernehmen. Fotos: Georg Scharnweber

Rostocker Handball-Zweitligist reist stark ersatzgeschwächt zum Spiel beim TuS Ferndorf / Becvar, Pechstein und Hövels fallen aus

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12. September 2015, 08:30 Uhr

Kampf, Leidenschaft, Siegeswille sind die Haupt-Charaktereigenschaften des HC Empor Rostock und des Aufsteigers TuS Ferndorf – mit ihnen wollen sich beide Teams den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga sichern. Heute Abend ab 19.30 Uhr treffen beide Mannschaften in der Sporthalle Stählerwiese in Kreuztal aufeinander.

In der Saison 2012/13 hatte es im Siegerland ein 44:36 für Empor gegeben. „Die damaligen Voraussetzungen waren von anderer Natur. Wir spielten mit voller Kapelle. Unsere jetzigen personellen Probleme sind bekannt. Durch die Ausfälle von Roman Becvar wegen eines Bänderrisses, Marc Pechstein (Gehirnerschütterung – d. Red.) und jetzt auch Kenji Hövels (Schulter – d. Red.) sind wir im Rückraum schwächer aufgestellt“, so HCE-Kapitän René Gruszka. Damals trugen u. a. noch Tom Wetzel (jetzt HSV Hamburg), Gabor Langhans (Lübbecke), Sasa Todosijevic (Fredenbeck) und Christoph Wischniewski (Bad Schwartau) das Empor-Trikot.

In der Tat ist Coach Aaron Ziercke nicht zu beneiden. Sein kleiner Rückraum wird es gegen die von 1,94 bis 2,06 Meter großen Ferndorfer
Abwehrhünen schwer haben, sich aus der zweiten Reihe durchzusetzen. Ziercke besitzt kaum Optionen. Die Position von Becvar wird Robert Barten einnehmen müssen. Da ist Daumendrücken angesagt, dass der 19-Jährige in die „Puschen“ kommt.

Neue Spieler kann sich der 43-jährige Rostocker Trainer aber nicht backen. Er muss mit dem nun letzten Aufgebot auskommen. Bereits vor der Saison hatte der Coach gesagt: „Hoffentlich verletzt sich niemand ernsthaft.“ Nun könnte ihm angst und bange werden mit Blick auf die kommenden Aufgaben.

Ferndorf liegt mit 2:4 Punkten auf Platz 16. In heimischen Gefilden wurde Mitaufsteiger HF Springe mit 31:29 bezwungen. Einem 25:37 zum Auftakt in Dormagen folgte zuletzt ein achtbares 25:28 beim Liga-Favoriten GWD Minden. Ziercke nach der Videoanalyse: „Da hat unser Gegner seine Tugenden perfekt umgesetzt. Vor allem die Defensivarbeit hat mir gefallen. Es wird keine leichte Aufgabe, den Riegel zu knacken.“

Da spielt er auf die unterschiedlichsten Systeme der Gastgeber an. Sie favorisieren ein 3:2:1, können aber auch das 4:2- oder 6:0-System anbieten. Es wird eher Letzteres zu erwarten sein, um Empors gefährliche Flügelachse Gruszka/Papadopoulos an die Kette zu legen. Im Umkehrschluss wird das Rostocker Duo ebenso gefragt sein. „Da kommt einiges auf uns zu“, weiß „Papa“.

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