Fans feiern DFB-Elf und den Europameister : Empfang in Berlin und Madrid

Die deutsche Nationalmannschaft ist am Montag mit einer Sondermaschine der Lufthansa auf dem Flughafen Tegel in Berlin gelandet. Nach einer langen Nacht in Wien wurde der Vize-Europameister anschließend zur Fanmeile in der Innenstadt eskortiert. Die Fanpartys am Finalabend und in den Stunden danach blieben sowohl in Wien als auch in Deutschland und Spanien weitestgehend friedlich und fröhlich. Der umjubelte Sieger landete um 19.40 Uhr in Madrid.

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01. Juli 2008, 09:58 Uhr

Empfang in Berlin und MadridFans feiern DFB-Elf und den EuropameisterDie deutsche Nationalmannschaft ist am Montag mit einer Sondermaschine der Lufthansa auf dem Flughafen Tegel in Berlin gelandet. Nach einer langen Nacht in Wien wurde der Vize-Europameister anschließend zur Fanmeile in der Innenstadt eskortiert. Die Fanpartys am Finalabend und in den Stunden danach blieben sowohl in Wien als auch in Deutschland und Spanien weitestgehend friedlich und fröhlich. Der umjubelte Sieger landete um 19.40 Uhr in Madrid.Die deutsche Nationalmannschaft ist am Montag mit einer Sondermaschine der Lufthansa auf dem Flughafen Tegel in Berlin gelandet. Nach einer langen Nacht in Wien wurde der Vize-Europameister anschließend zur Fanmeile in der Innenstadt eskortiert. Die Fanpartys am Finalabend und in den Stunden danach blieben sowohl in Wien als auch in Deutschland und Spanien weitestgehend friedlich und fröhlich. Der umjubelte Sieger landete um 19.40 Uhr in Madrid.
Um 13.54 Uhr erreichte die deutsche Mannschaft nach wochenlangem EM-Abenteuer wieder deutschen Boden. Die Feuerwehr in Tegel besprühte die Maschine zur Begrüßung mit Wasserfontänen.Auf der Fanmeile warteten seit dem Vormittag Tausende Fans auf die Spieler von Bundestrainer Joachim Löw. Im Rahmen eines bunten Programmes bedankte sich der DFB-Tross bei der Anhängerschaft für die Unterstützung im Laufe der EURO. Christina Stürmer, Revolverheld und Oliver Pocher trugen die EM-Songs vor und sorgten für Stimmung. Die Spieler und Trainer der Nationalmannschaft wurden durch Monica Lierhaus (ARD) und Johannes B. Kerner (ZDF) zu den Ereignissen der letzten Tage und Wochen befragt.Die Spieler präsentierten sich in T-Shirts mit der Aufschrift "So gehen die Deutschen bis 2010", eine Spielerkette symbolisierte Teamgeist und Geschlossenheit. "Natürlich freuen wir uns, dass wir Zweiter geworden sind, aber wenn man im Endspiel steht, will man natürlich auch gewinnen", sagte Torsten Frings.Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich mit Blick Richtung Zukunft gleich wieder motiviert. "Wir können alle stolz sein, dass wir im Finale waren", so Löw, "sollten die Spanier nochmal kommen in einem Turnier, dann werden wir sie schlagen." Der Stuttgarter Thomas Hitzlsperger fügte hinzu: "Wir hoffen, dass wir uns beim nächsten Turnier noch um einen Platz steigern können und dann den Titel gewinnen."

"Spanien ist verrückt geworden"Spanien hatte am Vorabend mit 1:0 in Wien über die deutsche Auswahl triumphiert und erstmals seit 44 Jahren wieder einen großen Titel feiern können. Die Fanpartys am Finalabend und in den Stunden danach blieben sowohl in Wien als auch in Deutschland und Spanien weitestgehend friedlich und fröhlich. In Madrid gab es einen Schwerverletzten zu beklagen, 25 weitere Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden.Sowohl die siegreichen Spanier, die erst um 4.20 Uhr in ihrem EM-Quartier nahe Innsbruck ankamen und von einem Feuerwerk empfangen wurden, als auch die deutschen Spieler, die teils bis in die Morgenstunden in einem Wiener Nobelclub feierten, fanden erst spät oder gar nicht in ihre Betten.In Spanien feierten die Fans in allen Landesteilen, egal ob auf den Kanarischen Inseln, auf Mallorca, in Barcelona, Bilbao im Baskenland, Valencia oder Sevilla. "Spanien ist verrückt geworden", stellte die Zeitung "El País" fest.Am Montagabend wurde die Fiesta fortgesetzt, denn um 19.40 Uhr landeten die spanischen EM-Helden mit Trainer Luis Aragones aus Innsbruck kommend auf dem Flughafen Barajas in Madrid. Von dort ging es mit einem Bus zur Plaza de Colon im Herzen der spanischen Hauptstadt. Dort war bereits am Montagmorgen ein Podium für die spanischen EM-Champions aufgebaut worden. Da nur 65.000 Fans auf der Plaza Platz finden, fanden sich bereits Stunden vorher die ersten Anhänger des neuen Europameisters ein."Luis quédate - Luis, bleib noch"

Die Fans forderten in Sprechchören, dass Nationaltrainer Luis Aragonés entgegen den Planungen des spanischen Fußballverbands (RFEF) im Amt bleibt. "Luis quédate" (Luis, bleib noch), skandierten sie immer wieder. Der 69-jährige Trainer, dessen abgelaufener Vertrag nicht verlängert werden soll, sagte bewegt: "Ich habe die beste Mannschaft der Welt." Iker Casillas, Torwart und Kapitän der Selección, würdigte die Rolle des Trainers: "Der Gewinn der Europameisterschaft ist der Verdienst einer Person, die uns zum Erfolg geführt hat. Und das ist Luis Aragonés."Der Keeper von Real Madrid rief den Fans zu: "Dieser
Pokal gehört Euch!" Der beliebte Sänger Manolo Escobar stimmte das Lied "Viva España" an. Am Dienstag wird der Europameister im Zarzuela-Palast von König Juan Carlos und Königin Sofía zu einer Audienz empfangen.

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