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17. August 2017 | 13:51 Uhr

Eine Party gegen die NSA im Wohnzimmer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Seit den Enthüllungen von Edward Snowden interessieren sich mehr Menschen für sichere Kommunikation im Netz

Bevor er Tausende geheime Dokumente an Journalisten übergab, setzte sich Edward Snowden auf eine andere Art gegen die NSA-Überwachung zur Wehr: Er veranstaltete eine Party. Eine Cryptoparty, genauer gesagt.

Bei einer solchen Veranstaltung bringen sich die Gäste gegenseitig bei, wie sie ihre digitalen Informationen schützen können. Das Mittel dazu ist Verschlüsselung oder Kryptografie – daher der englische Name der Cryptopartys. Snowdens Party fand im Dezember 2012 auf Hawaii statt.

Die Treffen gibt es mittlerweile weltweit, jeder kann sie organisieren. Doch die Snowden-Enthüllungen zu Überwachungs-Aktivitäten westlicher Geheimdienste haben der Bewegung einen Schub gegeben. „Jetzt ist einfach die Zeit für Internet und Sicherheit“, sagt Christian Vandrei. Er hilft dabei, Cryptopartys in Berlin zu organisieren, die inzwischen wöchentlich stattfinden. „Es geht um Privatsphäre, um Datenschutz, darum, dass ich bestimmen kann, wer was mit meinen Daten macht.“ Dazu dienen Programme wie PGP zur Verschlüsselung von E-Mails. Die Berliner Organisatoren wollen künftig Partys für Gruppen von Freunden oder Bekannten anbieten, als „Wohnzimmer-Cryptopartys“.

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