Hintergrund : Eine kleine Geschichte des Tabakkonsums

 

 

von
03. November 2015, 19:17 Uhr

Die Kulturgeschichte des Tabaks ist jahrhundertealt. Schon lange bevor Christoph Kolumbus nach Amerika kam, nutzten verschiedene Indianer-Kulturen dort Tabak und andere Pflanzen als Heilmittel und für rituelle Handlungen. Von dort gelangte der Tabak zunächst nach Spanien und Portugal, Mitte des 16. Jahrhunderts dann auch nach Paris.

Ein historischer Abriss:
• 1573 wird Tabakanbau in Deutschland erstmals urkundlich erwähnt – im Pfarrgarten einer Gemeinde bei Speyer.
• Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) verbreitet sich das Rauchen in Deutschland.
• Bis ins 18. Jahrhundert hinein wird Tabak vorwiegend geschnupft.
• 1761 veröffentlicht ein britischer Mediziner eine erste Studie über den Zusammenhang von Schnupftabak und Nasenkrebs.
• Ab 1855 kurbeln die ersten Zigarettenmaschinen und die Erfindung des Streichholzes den Konsum an.
• 1904 organisieren sich die ersten Tabak-Gegner, zum Beispiel im „Verband zum Schutze für Nichtraucher“.
• Ab 1945 fangen immer mehr Frauen mit dem Rauchen an.
• In den 1950er-Jahren kommen Zigaretten mit Filter auf den Markt. Die Werbung preist sie als weniger gesundheitsschädlich an.
• 1964 belegt eine US-Studie, dass Rauchen Lungenkrebs verursacht.
• In den 1970er-Jahren entstehen die ersten „Light“-Zigaretten. Die Hersteller vermarkten sie als weniger schädlich.
• 1974 wird Tabakwerbung hierzulande in Rundfunk und Fernsehen verboten.
• 1981 werden die ersten Zigarettenpackungen mit Warnhinweisen bedruckt: „Der Bundesgesundheitsminister: Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen