Nachgefragt : „Eine gewisse Chance für Griechenland“

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19. August 2015, 18:45 Uhr

Mit Professor Christoph M. Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), sprach Rasmus Buchsteiner.

Herr Schmidt, der Bundestag hat mit großer Mehrheit grünes Licht für das dritte Griechenland-Hilfspaket gegeben. Ein notwendiger Schritt oder eine fatale Fehlentscheidung?

Schmidt: Aus meiner Sicht bietet das dritte Hilfspaket eine gewisse Chance für Griechenland, den Umschwung zu schaffen und gleichzeitig Mitglied des Euro-Raums zu bleiben. Sollte es letztendlich gelingen, den gemeinsamen Währungsraum zu bewahren, würde wohl großer Schaden abgewendet, nicht zuletzt von Deutschland. Von daher halte ich die Entscheidung des Bundestags in dieser Sache für angemessen.

Kann Griechenland mit diesem Hilfsprogramm wirklich wieder aus der Krise kommen? Finanzminister Schäuble schließt ja inzwischen auch ein viertes Hilfsprogramm nicht mehr aus…
Ob das dritte Hilfspaket tatsächlich die gewünschten Effekte erzielt, hängt maßgeblich davon ab, ob Griechenland die angekündigten Maßnahmen auch entschlossen und zuverlässig umsetzt. Die Bereitschaft dazu scheint zwar in den vergangenen Wochen gestiegen zu sein, aber ein Selbstläufer ist das gewiss nicht. 

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