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21. November 2017 | 01:57 Uhr

Eine Analyse wie beim Vaterschaftstest

vom

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2013 | 08:04 Uhr

Die Suche nach Pferdefleisch in Lebensmitteln erfolgt nach dem gleichen Prinzip wie ein Vaterschaftstest. Das Verfahren nennt sich Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Dabei werde aus den Proben Genmaterial entnommen und eine charakteristische Stelle vervielfältigt, erläutert Martin Klempt, Molekularbiologe im Max-Rubner-Institut für Ernährung und Lebensmittel mit Hauptsitz in Karlsruhe. "Auf diesem Weg können wir Verunreinigungen in einem Bereich von 0,01 Prozent erkennen."

Im Gegensatz zum Vaterschaftstest, bei dem mindestens 16 Gene untersucht werden müssen, reichen bei der Pferdefleisch-Kontrolle zwei Gene. Der Preis für eine Untersuchung bewegt sich nach Schätzungen von Klempt im Bereich zwischen 50 und 200 Euro. Bis vor wenigen Jahren habe das Verfahren noch etwa 24 Stunden in Anspruch genommen. "Inzwischen können wir das Ergebnis innerhalb eines Vormittags liefern." Die Grundlagen für die PCR wurden vor 30 Jahren gelegt: 1983 erfand der Amerikaner Kary Mullis die Kettenreaktion und wurde dafür zehn Jahre später mit dem Chemie-Nobelpreis geehrt.

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