Splitter : Ein Verein für die Sudedörfer

Bevor gefeiert wird, packen viele Helfer an.
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Bevor gefeiert wird, packen viele Helfer an.

Ende 2013 bündelten Gleichgesinnte ihre Kräfte, um das Dorfleben zu bereichern

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27. Juni 2016, 10:56 Uhr

Die Feste, die vom Freizeitverein Sudedörfer organisiert werden, sind oft älter als der Verein. Denn der hat sich erst Ende 2013 gegründet. „Es gab schon vorher bei uns viele Veranstaltungen“, blickt Patricia Osing vom Walsmühlener Ende zurück. „Doch die waren zumeist privat organisiert.“ Irgendwann sprengte der organisatorische Aufwand die Möglichkeiten einer Familie, so dass sich Gleichgesinnte zusammentaten, um im Verein gemeinsame Sache zu machen – und das dörfliche Leben bunter und abwechslungsreicher zu gestalten. Und die Aktivitäten sind nicht auf Schossin und Mühlenbeck begrenzt, Mitstreiter aus den Nachbarorten mischen mit. Das macht auch der Vereinsname Sudedörfer deutlich. Einer der Höhepunkte im Jahr ist das Musikfest an der Ruine der Feldsteinscheune, das gerade erst am vorigen Wochenende seine sechste Auflage erlebte und so viele Zuhörer wie noch nie anlockte. Auch das Fahrturnier in den Sudewiesen hat schon Tradition, es findet wieder am 10. September statt. Und am 25. November steigt die Sudenparty – um nur einige Aktivitäten zu nennen. Derzeit hat der Verein 23 Mitglieder. Wenn Hilfe benötigt wird, packen weitere Leute an. Vereinsvorsitzende ist Berit Buchwald aus Krumbeck, Patricia Osing ist Schriftführerin.

Maik Bärsch sorgt mit Hilfe   eines Automaten dafür, dass  die Granitplatte die gewünschte Sichtkante erhält.
Foto: Privat
Maik Bärsch sorgt mit Hilfe eines Automaten dafür, dass die Granitplatte die gewünschte Sichtkante erhält.
 

Steinmetze sind bodenständig

An den Straßen bei Mühlenbeck fallen drei Großbuchstaben ins Auge: MGB steht auf Werbetafeln, die auf den einheimischen Steinmetz-Betrieb hinweisen. „Das steht für Marmor, Granit und Betonwerkstein“, verrät Antje Wildhagen. Die junge Frau steht mit ihrem Ehemann Guido seit vorigem Jahr an der Spitze des Familienunternehmens, das Roland und Siegrid Joachim aufgebaut haben. „Schon vor der Wende haben meine Eltern losgelegt – im Frühjahr 1989“, verrät Wildhagen.

Mit dem harten Werkstoff lässt sich solide arbeiten. Und wenn heute neben Hammer und Meißel auch computergestützte Technik zum Einsatz kommt: „Es bleibt harte Arbeit, die Geschick und Augenmaß erfordert“, betont Antje Wildhagen. Die Mühlenbecker stellen Fensterbänke, Arbeitsplatten für Küchen, Kamine nebst Einfassungen und auch Gartenkunst her. Fünf Leute sind derzeit im Unternehmen tätig. „Im August kommt ein Azubi hinzu“, verrät die Chefin.

Der soll den Beruf von der Pike auf erlernen und erleben, dass Steinmetze stets bodenständig sind. Da gehört das Engagement in der Region dazu. Der Sportverein Warsow und auch die Schweriner Schleifmühle gehören zu den Partnern, die regelmäßig auf die Hilfe von MGB bauen können.

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