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Ein Schmuckstück für Moto-Crosser in die Heide gebaut

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erstellt am 16.Apr.2013 | 09:49 Uhr

Die Moto-Cross-Elite kann kommen. Das hat das erste Trainingswochenende auf der neuen Vellahner Strecke gezeigt: "Phantastisch, was die Vellahner hier geschaffen haben. Die Strecke ist zu achtzig Prozent einsehbar und damit sehr zuschauerfreundlich. Der Tunnel als Zugang erhöht die Sicherheitsstandards. Das hat alles Prädikatsniveau", lobte Horst Kaiser in den höchsten Tönen. Und der muss es als vielbeschäftigter Rennsprecher wissen. Bei der offiziellen, leicht verregneten Eröffnung am Sonnabend war Kaiser ständig mit dem Mikrofon unterwegs und holte Stimmen ein: "Das ist wirklich eine tolle Sache", urteilte Vellahns Bürgermeister Horst Geistlinger. Natürlich durfte Max Räth an diesem Tag nicht fehlen. Der 76-Jährige hat die Geschicke des örtlichen Motorsportclubs immerhin 28 Jahre lang bis 2010 als Vorsitzender gelenkt: "Ich bin sehr zufrieden und stolz. Vellahn ist bestens vorbereitet für die Deutsche Meisterschaft."

Bei einem kurzen Rundgang, für den sich Gummistiefel angesichts der ergiebigen Regenfälle des Vorabends als ideales Schuhwerk bewährten, machte Räths Nachfolger Thomas Herr anschaulich, was sich alles getan hat. Danach hat der Startbereich im wesentlichen sein Gesicht bewahrt. Allerdings ermöglicht eine Erweiterung, dass es statt der bisher 28 künftig 30 Solo-Startplätze in der ersten Reihe geben wird. Das entspricht 15 Quads oder Seitenwagengespannen und damit internationalem Standard. Das Fahrerlager wurde vergrößert, die Helferbox neu und besser positioniert. Als eigentliches Schmuckstück bezeichnen die Vellahner den modifizierten Teil der jetzt 1619 m langen Strecke, dem man sofort ansieht, dass hier mit viel Arbeit reichlich Erde bewegt wurde: "Wir haben das Niveau insgesamt etwas erhöht, Treppen und Etagen eingebaut, damit das Wasser dahinläuft, wo es niemanden stört. Ganz wichtig war uns bei allen Veränderungen, dass die schöne Vellahner Naturstrecke ihren Charakter beibehält", betonte Herr.

Und dass man damit den allgemeinen Geschmack getroffen hat, war den Kommentaren der trotz des nicht eben einladenden Wetters an diesem Vormittag recht zahlreich erschienenen Zuschauer und Experten zu entnehmen: "Die Strecke war ja vorher schon nicht schlecht. Aber jetzt ist alles absolut professionell gemacht. Die Jungs freuen sich riesig darauf", sprach Siegfried Kerber, Mitglied der Motocross-Kommission Brandenburgs, von wunderbaren Bedingungen. Einer dieser "Jungs" war Bergers Enkel Roy. Der 20-Jährige, der für den MC Rehna fährt, peilt in dieser Saison als einer der besten Moto-Crosser in MV den Landesmeistertitel und den dritten Sieg in Folge beim Vellahner Heidepokal an. Ihm gebührte das Privileg, gemeinsam mit Vereinskamerad Marvin Beyer (18) und dem Vellahner Nachwuchstalent Henry Pascal Kucz (10) die ersten offiziellen Trainingsrunden drehen zu dürfen. Sein Urteil: "Es war durch den Regen jetzt noch etwas rutschig. Aber es macht viel Spaß, die Strecke ist sehr schön und in jedem Fall anspruchsvoll." So soll es ja auch sein. Schließlich will man den Spitzenfahrern, die in Vellahn am 9. Juni einen Lauf zur Deutschen Quad-Meisterschaft austragen werden und daneben um den Deutschen Moto-Cross-Pokal in der Open-Klasse fahren, eine echte sportliche Herausforderung bieten.

Die verbleibende Zeit wollen die Vellahner sinnvoll nutzen: "Es gibt noch eine Menge zu tun. Wir wollen den Tunnel verkleiden, die Geländer erneuern und am Container basteln", steht für Thomas Herr außer Frage, dass beim MC Vellahn in den kommenden Wochen und Monaten keine Langeweile aufkommen wird.

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