Drei Fragen an den Ortsvorsitzenden : Ein Ort als Geschichte zum Anfassen

svz.de von
17. März 2016, 13:40 Uhr

Seit 2014 ist Manfred Giske Ortsbeiratsvorsitzender in Groß Breese.

Was zeichnet das Dorf aus?

Manfred Giske: Die erhaltene Dorfstruktur und das bauliche Erbe machen den Reiz von Groß Breese aus. Das Prachtstück unseres Dorfes ist die Kirche mit der Friedenseiche. Der Patron Otto Schneider gab 1878 mit einer Schenkung den Anstoß für den Neubau der Kirche. Seit 2005/06 sind wir Mitglied in der Arbeitsgruppe „Historische Dorfkerne im Land Brandenburg“. Der Heimatverein und der Ortsbeirat suchen gemeinsam nach Lösungen für den Erhalt und eine Verbesserung des Dorfgemeinschaftslebens. Seit Oktober 2007 gibt es für das Straßendorf Groß Breese und das Runddorf Kuhblank eine Denkmalsbereichssatzung.

Was sollte sich ein Besucher unbedingt anschauen?

Die Ausstellung unseres Heimatvereins mit ihrer Heimoatschüün bietet einen Einblick in das Leben der Prignitzer Dorfbevölkerung. Eine Bereicherung ist unsere Ortschronik für Groß Breese und Kuhblank, von Doris Freimark in zahlreichen Einzelbänden sorgsam erarbeitet. Erinnert wird hier auch an Professor Christian Ludwig, Groß Breeses berühmtesten Sohn.

Was wünschen Sie sich von der Stadt, was vom Landkreis?

Ich wünsche mir, dass der Landkreis das Interesse von jungen Leuten an den ländlichen Orten weckt und fördert. Das kann so aussehen, dass finanzielle Anreize gegeben werden, um alte Häuser zu übernehmen, eine Sanierung vorzunehmen und damit eine positive Entwicklung zu erreichen. Der ländliche Raum mit seiner Altersstruktur hat auch bei uns nur mit jungen Bürgern eine Überlebenschance.

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