Ein großes Repertoire zur Diplomprüfung

Mit Fleiß und Ehrgeiz in die großen Konzertsäle: Janka Simowitsch übt täglich durchschnittlich  sieben Stunden  an ihrem Flügel. Dana Bethkenhagen
Mit Fleiß und Ehrgeiz in die großen Konzertsäle: Janka Simowitsch übt täglich durchschnittlich sieben Stunden an ihrem Flügel. Dana Bethkenhagen

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04. Februar 2010, 09:58 Uhr

Rostock | Sie ist jung, begabt und erfolgreich: Janka Simowitsch ist ein Ausnahmetalent am Flügel und hat schon Konzerte in Japan, Italien und den USA gegegeben. Nun legt die 22-Jährige den letzten Teil ihrer Diplomprüfung an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) ab, der aus einem Solo-Konzert vor Publikum und einer Jury besteht. Morgen um 19.30 Uhr ist sie im Katharinensaal der HMT mit einem bunten Programm zu sehen. "Die Prüfungsordnung verlangt Stücke aus vier Epochen zu spielen, ich habe habe mich in Absprache mit meinen Dozenten für Débussy, Haydn, Bartók, Schumann und Chopin entschieden", so die ehrgeizige Pianistin.

Nach ihren zahlreichen ausgezeichneten Auftritten bei nationalen und internationalen Wettbewerben, wäre anzunehmen, dass die junge Frau nicht besonders nervös vor ihrer Prüfung sei, doch Simowitsch ist trotzdem aufgeregt: "Anders als bei einem vergeigten Auftritt, wird mich das Ergebnis meiner Prüfung ein Leben lang begleiten."

Mit fünf Jahren begann Simowitsch Klavier zu spielen. Die gebürtige Rostockerin hat bei einer örtlichen Musikschule fleißig geübt und wurde mit zwölf Jahren Jungstudentin an der HMT bei Prof. Karl-Heinz Will und Prof. Bernd Zack, die neben dem HMT-Rektor Prof. Christfried Göckeritz in der Jury bei Simowitschs Diplomprüfung sitzen. Im Jahr 2005 wurde sie dort auch reguläre Studentin und bekam studienbegleitend unter anderem Meisterkurse bei Prof. Matthias Kirschnereit, Prof. Lazar Berman, Ewa Kupiec, Prof. Elisabeth Leonskaja, Prof. Konstantin Scherbakov und Lars Vogt. Die Liste von Simowitschs Auszeichnungen ist lang. Darunter befinden sich unter anderem zwei erste Plätze beim Nordostdeutschen Klavierwettbewerb, ein Förderpreis beim internationalen Klavierwettbewerb in Ettlingen, der erste Preis des Bundeswettbewerbs von "Jugend musiziert" sowie der Virtuosenpreis und der Zeitklangpreis beim "5. Münchner Klavierpodium der Jugend".

Simowitsch hat weiterhin große Pläne: "Am 22. Februar beginne ich in Zürich ein Aufbaustudium bei Prof. Konstantin Scherbakov, der sehr streng und anregend ist." Doch Simowitsch möchte nicht nur die großen Konzertsäle in der ganzen Welt füllen, sondern auch Schüler unterrichten. "Ich glaube, ich bin eine strenge Lehrerin", lacht die Pianistin.

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