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22. November 2017 | 23:24 Uhr

Ein Eingespieltes Team im Lokal 230

vom

svz.de von
erstellt am 05.Feb.2012 | 10:44 Uhr

Rostock | Trotz eisiger Temperaturen haben sich gestern zahlreiche Wähler nicht von dem Gang ins Wahllokal abhalten lassen. Im Gegenteil koppelten viele Rostocker ihre Stimmabgabe mit einem Winterspaziergang bei herrlichem Sonnenschein. Eingepackt in dicke Wintermäntel und mit Handschuhen und Mützen, schienen sich die Wähler kaum an den Temperaturen zu stören. Manfred Stazkowsky, Wahlvorsteher im Wahlbüro 153 in der Kuphalstraße in Reutershagen, kann das bestätigen. Obwohl sich viele über die Wärme des Wahlbüros gefreut hätten.

Mithilfe ist Ehrensache

In die Wahllokale in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt kamen ständig Wähler. Rentner wie Studenten gaben unbeeindruckt von Eis und Schnee ihre Stimmen ab. Wirkliche Stoßzeiten hätte es dort nicht gegeben, sagen die Wahlhelfer.

Anders in der Steintor-Vorstadt: Hier seien die meisten kurz vor der Mittagszeit und gegen Ende der Öffnungszeiten gekommen, berichtet Elke Watzema (44). Sie hat als Vorsteherin im Wahllokal 230 die Stellung gehalten. Zusammen mit ihrem Stellvertreter, dem Leiter der Stadtbibliothek Manfred Heckmann (60), ist sie ein eingespieltes Team. Watzema ist schon seit 1992 dabei. "Hier ist die Wahlbeteiligung generell gut", sagt Heckmann. Das Wetter und der verkaufsoffene Sonntag, der viele Rostocker auf die Straßen lockte, hätten sich allenfalls gegenseitig aufgehoben. Eher sei es ein Problem für die Älteren gewesen, dass das Wahllokal im Förderzentrum in der Blücherstraße 42 im zweiten Stock ist.

Für die Leiterin des Rechtsamtes der Hansestadt, Elke Watzema, ist ihre Wahlhilfe Ehrensache. "Es gehört einfach dazu und ist auch ganz interessant, zu hören, was die Wähler sagen." Auch das Team untereinander kam ins Gespräch.

Im Lokal 230 wurden Projektmanager Thomas Schulz (41), Rentnerin Silvia Cornelsen (60) und Lehramtsstudentin Frida Dreßler (20) als Beisitzer eingeteilt. Silvia Cornelsen war selbst geraume Zeit in der Stadtverwaltung tätig. "Solange ich es zum Lokal nicht so weit habe, ist es in Ordnung", sagt sie. Das ist es seit mehr als zehn Jahren, seither hilft sie schon mit.

"Ich mache das erste Mal mit. Ein Kollege, der das seit Jahren macht, hat mich überredet", erzählt Thomas Schulz. Er wollte einfach etwas für die Gesellschaft tun, sei neugierig gewesen. Am Ende des Tages wurde es dann ernst. "Wir ermitteln erst die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen anhand unserer Liste, dann sortieren wir die Zettel nach Kandidaten und zählen alles mindestens zweimal durch", sagt Watzema.

Nach kurzer telefonischer Meldung machte sie sich dann mit den Stimmzetteln ins Rathaus auf, wie die anderen Vorsteher der insgesamt 171 Wahllokale.

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