Ein Blick in die Historie des Mecklenburg-Derbys

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28. September 2012, 08:50 Uhr

Partien zwischen den Handball-Hochburgen Rostock und Schwerin gibt es seit 1970 mit dem Aufstieg der Postler in die DDR-Oberliga. Bis 1991 kreuzten Post und Empor in dieser Spielklasse in 45 Partien die Klingen. "Es waren stets emotional geführte Partien. Schließlich wollten sich die Schweriner als Betriebssportgemeinschaft gegenüber dem hinsichtlich der Förderung durch die Sportführung bevorzugten Clubs beweisen", erinnert sich Jürgen Rohde. Und das gelang ihnen auch. Acht Siege und vier Unentschieden gingen in die damalige Bilanz ein. Die Postler stellten in der Saison 1979/80 in Peter "Lore" Larisch mit 140 Toren den erfolgreichsten Werfer der höchsten DDR-Spielklasse. Jürgen Flau wiederholte mit 135/47 Würfen ins Schwarze den Titel eines Torschützenkönigs. Für die Hansestädter stehen Reiner Ganschow in den Spieljahren 1966/67 sowie 1967/68 mit 98 beziehungsweise 129 Erfolgen, Frank-Michael Wahl (1981/82 - 161/50 Tore sowie 1985/86 mit 147/30) sowie zuletzt Rüdiger Borchardt von 1988/89 und 1989/90 mit 141/41 Treffern und 149/53 Toren in der Statistik.

1991/92 duellierten sich beide in der 1. Bundesliga. Rostock gewann 17:16 bei Post und 19:16 auf eigenem Parkett. Schwerin stieg als Vorletzter ab, während der SCE mit einem Punkt Vorsprung auf Blau-Weiß Spandau für ein Jahr dem Abstieg von der Schippe sprang. In der 2. Bundesliga trafen beide Teams in 32 Spielen, bei 16 Siegen für Rostock, 14 für Schwerin und zwei Remis aufeinander.

Insgesamt erfolgreicher waren aber die heutigen Gäste, die 2001 und 2004 sogar den Aufstieg in die 1. Bundesliga schafften.

Dem Gesetz der Serie seit 2005 folgend, dürfte der HCE seinen Heimvorteil nutzen - sieben siegreiche Spiele. Allerdings: Im Abstiegsjahr 2003 fegte Post den Kontrahenten mit 30:22 aus dessen Halle.

Nach Stand der Dinge dürfte ausgerechnet das 80. Derby das vorerst letzte zwischen SV Post Schwerin und dem HC Empor gewesen sein. Wenn die Schützlinge von Rastislav Trtik die Klasse halten, wird man sich frühestens in der Saison 2014/15 wiedersehen können. Paragraph 10 - Folgen der Insolvenz - der Lizenzierungsrichtlinien vom 4. Juli 2012 sagt unter Punkt 4 aus: "Sofern ein Zwangsabstieg wegen Insolvenz in die 3. Liga vorliegt, kann der Verein in der darauffolgenden Saison nicht in die 2. Bundesliga aufsteigen, auch nicht als Mitglied einer Spielgemeinschaft."

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