Splitter : Ein bisschen Südamerika in Breese

Alpakas sind widerstandsfähig.
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Alpakas sind widerstandsfähig.

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13. Januar 2016, 13:55 Uhr

Sein ganzes Leben ist Dietmar Krempner (58) schon mit Tieren zusammen. „Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Ich kenne das nicht anders“, sagt der gebürtige Breeser, der in der Leinstraße 67 seit 2010 Alpakas züchtet. 21 Tiere sind es mittlerweile, los ging es mit vier Exemplaren. Interessiert habe sich der gelernte Metallbauer schon immer für diese gutmütigen Tiere, die ursprünglich in den südamerikanischen Anden beheimatet sind. „Bis 2009 hatten wir Schafe. Die sind aber deutlich lauter als Alpakas und ihre Wolle war kaum gefragt. Deswegen haben wir uns dann für die Alpakas entschieden“, so Krempner.

Zwei Rassen züchtet er nun nebenberuflich auf seinem Grundstück: das Huacaya und das sehr seltene Suri. „Nur noch sieben Prozent aller Alpakas auf der Welt gehören zu dieser Rasse. In Deutschland gibt es 700 und davon stehen sechs Tiere bei mir“, erklärt Krempner. Suris seien eher anspruchsvoll, weil sie gute Ställe benötigen und bei niedrigen Temperaturen gewärmt werden müssen. Produkte aus der Wolle ihrer Paarhufer bieten Dietmar Krempner und seine Frau in ihrem Hofladen an, der donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Die besondere Großfamilie

Kinderwohnstätte betreut Schwerstbehinderte rund um die Uhr

Gisela Schröder und ihre zehn Mitarbeiter leisten in der Sandstraße 5 besondere Arbeit. Sie kümmern sich in der Kinderwohnstätte des Vereins Lebenshilfe Prignitz rund um die Uhr um derzeit neun Kinder mit mehrfachen Schwerstbehinderungen. „Die Kinder kommen meist im Babyalter schon zu uns, weil ihre Eltern überfordert sind oder den Kontakt nicht wollen“, berichtet die 61-jährige Heilerziehungspflegerin. „Daher sind wir für die Kleinen eine Art Familie“, so die Leiterin der Einrichtung.

Die Kinder stammen mehrheitlich aus Berlin, aber auch aus Rathenow und der Prignitz. Sie sind zwischen zwei und 18 Jahre alt. Haben sie das Erwachsenenalter erreicht, ziehen sie in eine geeignete Einrichtung um. Bis dahin kümmern sich die Mitarbeiter rührend um die jungen Bewohner. Sie bekommen verschiedene Therapien, werden zu Arztbesuchen begleitet oder finden Abwechslung bei Besuchen der Wittenberger Badewelt oder der Therme in Bad Wilsnack. Die Platzkosten werden vom zuständigen Landkreis übernommen.

Seit 2002 befindet sich die Kinderwohnstätte in Breese. „Anfangs hatten einige Einwohner eher eine abwartende Haltung, wie das mit den behinderten Kindern wird. Man befürchtete, dass es laut werden würde“, erinnert sich Schröder. „Aber mittlerweile sind alle Befürchtungen verschwunden. Wir fühlen uns hier sehr wohl“, betont die Leiterin der Wohnstätte. Durch ständige Gespräche mit Anwohnern habe sich ein Vertrauensverhältnis aufgebaut.

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