Ein aussichtsloser Versuch?

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26. November 2008, 08:14 Uhr

Eine ganze Region wird in diesen Tagen zur Kasse gebeten und alle zahlen. Alle? Nicht ganz, ein kleines Dorf widersetzt sich der Macht der Beschlüsse und des Gesetzes und versucht, einen eigenen Weg zu gehen. Ob das Ganze etwas bringen wird, das weiß keiner, weil das Verfahren höchst kompliziert wird. Außerdem hätte Picher den Weg des Austritts schon viel eher betreten sollen.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Wut und Enttäuschung der Bürger über diese Abgabe so groß ist, dass selbst der kleinste Hoffnungsschimmer genutzt wird. Und niemand soll glauben, dass Picher allein ist mit seiner Kritik. Doch kaum jemand wagt den offenen Widerstand, nachdem die Sache demokratisch in der Verbandsversammlung entschieden wurde. Auch wenn es die Bürgermeister sicher gut gemeint haben und einen vergleichsweise milden Weg fanden, hat kaum jemand Verständnis für diese Gebühr. Und die 9000 Bescheide, die noch am Freitag rausgehen, werden für sehr viel Frust vor dem Weihnachtsfest sorgen, weil sich die Leute eben ausgenommen fühlen. Schuld daran ist letztlich die Politik, die das Abgabengesetz so durchgeprügelt hat. Die Rechnung für sie wird dann wohl später bei den Wahlen kommen.

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