Ehrungen für eine Zeitzeugin

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12. September 2012, 10:47 Uhr

Batsheva Dagan kommt seit vielen Jahren regelmäßig aus Israel nach Deutschland, um in Jugendprojekten und Gesprächsrunden über die Schoah, den Holocaust, zu berichten. Nach ihrem Studium der Psychologie hat sie eine psycho-pädagogische Methode, die Kinder an das Thema heranführt, entwickelt. Sie schrieb fünf Bücher über das Leben in polnischen Ghettos, über Auschwitz-Birkenau und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Alle wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Für ihren Einsatz als Zeitzeugin hat Batsheva Dagan viele Auszeichnungen erhalten. 2007 wurde ihr auf Vorschlag des Landtages Mecklenburg-Vorpommerns das Bundesverdienstkreuz verliehen. Allein hierzulande hat Batsheva Dagan in den vergangenen zehn Jahren rund 1500 Jugendlichen aus ihrem Leben berichtet. Unter anderem war sie in Neustrelitz, Neubrandenburg, Anklam, Röbel, Wismar und Hagenow.


Bücher von Batsheva Dagan
> Gedichtband „Gesegnet sei die Phantasie – verflucht sei sie! Erinnerungen von ,Dort’“
> „Chica, die Hündin im Ghetto“ (Kinderbuch)
> „Wenn Sterne sprechen könnten“ (für Kinder im Grundschulalter)
> Gedichtband „Heute weint mir die Sirene“ (für größere Kinder)
> „Was geschah in der Shoah – Für Kinder, die wissen wollen“


Aus dem Schreiben von Sylvia Bretschneider (SPD), Präsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, zur Nominierung von Batsheva Dagan für das Bundesverdienstkreuz:
„Mit ihrer Offenheit, Authentizität, Sensibilität und ihrem psychologischen Geschick gelingt es Batsheva Dagan in bewundernswerter Weise, insbesondere Jugendliche zu erreichen. Sie beeindruckt die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Menschlichkeit, ihrer lebenszugewandten Art und Herzenswärme und bringt sie dazu, über eigene Werte und Verhaltensweisen nachzudenken. Sie weckt in ihnen ein Gefühl der Verantwortung für ihr eigenes Leben, für die Achtung der Menschenwürde und für ein friedliches Zusammenleben der Völker.“


Eine Schülerin aus Schwerin schrieb nach der Begegnung mit Batsheva Dagan:
„Ich möchte Ihnen sagen, dass ich Sie sehr bewundere und dass ich es toll finde, dass Sie uns von Ihrem Schicksal erzählen. Von dem Treffen mit Ihnen nehme ich sehr viel mit: zum einen Respekt und zum anderen, dass Sie trotz der schlimmen Erfahrungen in Ihrem Leben eine so stolze und tolle Frau sind. Sie sind ein Vorbild für mich.“

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