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20. November 2017 | 03:22 Uhr

Eckig oder rund ist oft eine Frage der Region

vom

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2012 | 10:23 Uhr

Kindern zur Einschulung mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllte Tüten zu überreichen, ist ein hauptsächlich in Deutschland üblicher Brauch. Die ersten "Provianttüten" sind aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Thüringen und Sachsen überliefert. Damals sollte sie als "Zuckertüte" den schweren Schritt in die Schule versüßen. Zunächst bestanden die Tüten aus Packpapier. Darin versteckten sich Süßigkeiten und Gebäck, dieses häufig in Form von Brezeln oder Buchstaben. Daher wird die Schultüte auch "Zuckertüte" genannt. Früher hingen die Tüten häufig an Bäumen, bevor die Kinder sie bekamen.

Heute werden sie in den ostdeutschen Bundesländern oft von den Lehrern bei der Einschulungsfeier überreicht.

Die 1894 gegründete Kartonagenfirma Carl August Nestler im erzgebirgischen Wiesa lieferte bereits 1910 Tüten zum Befüllen für ganz Deutschland. Bis heute haben sich regionale Traditionen bewahrt. Demnach wird in Süddeutschland die Papptüte noch oft selbst gebastelt und verziert. In den ostdeutschen Ländern werden als "Haupttüte" meistens 85 Zentimeter große, sechseckige Exemplare bevorzugt. Verwandte und Bekannte schenken weitere kleinere Tüten, auch Geschwister erhalten ein Präsent. In Westdeutschland werden vorzugsweise 70 Zentimeter große, runde Tüten gekauft.

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