E.ON prüft Verkauf seiner Netze

svz.de von
28. Februar 2008, 11:49 Uhr

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat bestätigt, dass Deutschlands größter Energiekonzern E.ON einen Verkauf seiner Übertragungsnetze prüft. Dies habe Vorstandschef Wulf Bernotat gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angedeutet, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag auf Anfrage in Berlin. Die Regierung nehme zur Kenntnis, dass der Konzern „aus betriebswirtschaftlichen Gründen“ diesen Schritt prüfe. E.ON führe Gespräch zu dem Thema.

Die europäischen Wirtschaftsminister diskutieren am heutigen Donnerstag in Brüssel über die von der EU-Kommission geplante Zerschlagung der großen Versorger. Der Regierungssprecher sagte dazu, Deutschland halte an der mit sieben anderen EU-Staaten vorgeschlagenen „dritten Option“ fest. Diese sieht als weichere Alternative zur strikten eigentumsrechtlichen Entflechtung die organisatorische Trennung von Produktion und Transport vor.

Diese Option stelle „die Netzinvestitionen sicher, die für die Integration der erneuerbaren Energien und neuer Kraftwerke dringend erforderlich sind“, sagte der Sprecher. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass die Kommission und diejenigen EU-Staaten, die bisher die eigentumsrechtliche Entflechtung favorisiert hätten, auf den Alternativvorschlag eingingen.

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