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17. Dezember 2017 | 09:10 Uhr

Durch die Drehtür

vom

svz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 07:49 Uhr

Da geht sie hin, die Hoffnung von Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD), den bevorstehenden Lehrermangel zumindest zum Teil durch sogenannte Seiteneinsteiger aufzufangen. Denn auch ihm ist klar, dass selbst der fachlich hochqualifizierte Diplomphysiker oder der Doktor der Philosophie noch die eine oder andere methodische und didaktische Erweiterung seines Wissens benötigt, um den täglichen Umgang mit Kindern und Schulklassen zu bewältigen - oder sei es nur, um auch ein paar rechtliche Kenntnisse des Miteinanders an Schulen zu erwerben. Das steht so schon im Seiteneinsteiger-Erlass aus dem Jahr 2002. Dort steht auch, dass jährlich nicht mehr als 20 Einsteiger für allgemeinbildende und berufliche Schulen je Schulamt eingestellt werden. Dafür war das Institut für Schule und Ausbildung des Landes gerüstet.

Interessiert hat dieser Erlass offenbar bislang niemanden. Inzwischen sind die Einsteigerzahlen auf weit über 200 im Schuljahr gestiegen. Selbst bei allen Bemühungen kommt das Land mit der Qualifizierung nicht hinterher. Das löst einen Drehtüreffekt aus, bei dem jährlich so viele neue Einsteiger an die Schulen kommen, wie Vorjahreseinsteiger gehen müssen, weil sie nicht fortgebildet wurden. Im besten Falle kommen die vom Vorjahr wieder herein. Genau weiß das aber niemand. Das gibt die Schulstatistik nicht her. Man könnte auch sagen, da herrscht ein großes Durcheinander.

Wenn Brodkorb jetzt einen neuen Seiteneinsteiger-Erlass vorbereitet, dann sollte er nicht nur klären, dass diese eingestellt werden, sondern vor allem, wie sie fortgebildet werden.

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