zur Navigation springen
Neue Artikel

24. November 2017 | 16:17 Uhr

Drei Monate Geld von der Arbeitsagentur

vom

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2012 | 07:49 Uhr

Von der Insolvenz der P+S Werften sind 1800 Werftarbeiter und mehr als 100 Auszubildende betroffen. Zumindest bis Ende Oktober übernimmt die Bundesanstalt für Arbeit ihre Bezahlung, versicherte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Landesarbeitsagentur. Mit ihr sprach Torsten Roth.

Die Werften haben Insolvenzantrag gestellt. Wie und wann bekommen die 1800 Beschäftigten jetzt ihren Lohn?

Haupt-Koopmann: Nachdem der Insolvenzantrag gestellt wurde, sind für den Monat August keine normalen Lohnzahlungen durch die Werft mehr möglich. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Agentur für Arbeit Insolvenzgeld - für maximal drei Monate - zahlt. Die Klärung des konkreten Ablaufs erfolgt nun in einer kurzfristigen Abstimmung der Arbeitsagentur mit der Werft und dem Insolvenzverwalter.

Noch wird auf den Werften in Stralsund und Wolgast weitergearbeitet. Aber: Sind Sie auf Massenentlassungen vorbereitet?

Bis jetzt wurden keine Kündigungen ausgesprochen. Wir hoffen natürlich, dass die Werften im Rahmen des Insolvenzverfahrens weitergeführt werden können, da offenbar hinreichend Arbeit vorhanden ist. Sollten doch Entlassungen im größeren Umfange notwendig werden, so wird die Arbeitsagentur mobile Geschäftsstellen auf dem Werftgelände einrichten. So können die Betroffenen direkt vor Ort beraten werden und umgehend ihre Arbeitslosengeld anträge stellen.

Nach der Pleite der Wadan-Werften sind heute die meisten Schiffbauer wieder in Arbeit. 83 suchen noch. Wie stehen die Arbeitsmarktchancen für die Schiffbauer in Wolgast und Stralsund?

Schiffbauer sind generell gesuchte Fachkräfte. Insbesondere in der Metropolregion Hamburg besteht ein großer Bedarf an Fachkräften aus dem Metallbereich.

Ministerpräsident Erwin Sellering hat angekündigt, wie im Fall der Wadan-Werften, über eine Transfergesellschaft zu verhandeln. Beteiligt sich auch die Bundesagentur?

Wenn die finanzielle Grundausstattung für die Gründung einer Transfergesellschaft - hieran sind wir nicht beteiligt - zur Verfügung steht, beteiligt sich die Bundesagentur für Arbeit selbstverständlich durch die Gewährung von Transferkurzarbeitergeld und die anteilige Finanzierung von Bewerbungs- und Qualifizierungsangeboten an der Transfergesellschaft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen