Drei Haftbefehle nach rechtsextremistischer Randale in Bützow

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02. Januar 2008, 09:03 Uhr

Bützow - Nach der rechtsextremistischen Randale Ende August in Bützow (Kreis Güstrow) hat das Amtsgericht Güstrow Haftbefehle gegen drei Tatverdächtige erlassen. Die Identifizierung der Verdächtigen sei möglich gewesen, nachdem der Polizei vergangene Woche ein Video von der Tatnacht übergeben worden war, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Rostock mit. Einer der Verdächtigten sitze wegen eines anderen Vergehens bereits in Untersuchungshaft, ein anderer sei festgenommen worden, nach dem dritten werde gefahndet. Es bestehe der dringende Tatverdacht des schweren Landfriedensbruchs, hieß es.

Nach einem Volksfest im Sommer waren der Marktplatz der Kleinstadt verwüstet und der Imbissladen eines pakistanischen Besitzers gestürmt worden. Kritisiert wurde das späte Einschreiten der Polizei gegen die Randalierer. Die beiden zuständigen Polizeiführer begingen nach früheren Angaben von Innenstaatssekretär Thomas Lenz schwere Fehler und wurden wenige Tage nach dem Geschehen von ihren Aufgaben entbunden und versetzt.

Das Video zeigt früheren Angaben zufolge fünf Männer mit teils kahl rasierten Köpfen, wie sie die Jalousie des Imbiss-Ladens mit Füßen zerschlagen und "Deutschland den Deutschen" grölen. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hatte zunächst nur von deutlich zu hörenden Schmährufen gegen Polizisten gesprochen.

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