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21. September 2017 | 10:23 Uhr

Zank an der Brücke : Draisinen oder Uhus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Naturschützer fürchten Störungen für die seltene Vogelart.

Der Streit um Draisinenfahrten auf der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Neurüdnitz (Märkisch-Oderland) und dem polnischen Siekierki flammt erneut auf. Am Wochenende planen Naturschützer an der Oderbrücke Neurüdernitz-Siekierski eine Protestaktion, teilte der Naturschutzbund gestern mit.

In der Vergangenheit brütete ein Uhu-Paar auf einem Brückenpfeiler unweit der Draisinenstrecke. Im vergangenen Jahr hatte das Landesumweltamt den Saisonstart der Draisinen herausgeschoben, um die Tiere bei der Aufzucht ihrer Jungen nicht zu stören.

In diesem Jahr ist der Betrieb schon Mitte März angelaufen. Aus Sicht der Naturschützer müsste auch nun zur Brutzeit ein Fahrverbot erlassen werden. Jedoch haben die Verantwortlichkeiten gewechselt. „Die Untere Naturschutzbehörde von Märkisch-Oderland ist jetzt verantwortlich. Die gucken aber nur zu und dulden den Draisinenbetrieb, ohne Naturschutzbelange zu überprüfen“, kritisierte Nabu-Sprecher Sascha Maier.

Der Chef der Draisinenbahnen Berlin-Brandenburg, Axel Pötsch, kann die neuerliche Aufregung nicht verstehen. „In diesem Jahr haben wir auf dem Brückenpfeiler noch keine Uhus gesehen“, erklärte er. Auch Naturschützer Maier konnte auf dem Pfeiler kein Uhu-Paar entdecken. Allerdings seien andere Tiere im Umfeld gesichtet worden. „Uhus reagieren sehr sensibel“, betonte Maier. Deshalb fordert er eine Fachprüfung unter Einbeziehung der Naturschutzverbände.

Draisinenbetreiber Pötsch bleibt gelassen. „Meinetwegen können die Samstag hier demonstrieren, solange unser Betriebstag nicht gestört wird.“

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