Drahtseilakt für Glockenturm

Am Glocklenturm nahm Mathias Becker vom Membran-Dach-Service gestern letzte Arbeiten vor. Heute soll die Konstruktion auf das Dach gehievt werden. Michael Schmidt
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Am Glocklenturm nahm Mathias Becker vom Membran-Dach-Service gestern letzte Arbeiten vor. Heute soll die Konstruktion auf das Dach gehievt werden. Michael Schmidt

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07. Mai 2013, 10:47 Uhr

Millimeterarbeit ist heute in Rehna gefragt. Gegen 13 Uhr soll mit Hilfe eines Krans ein etwa 500 Kilogramm schwerer Glockenturm auf das Dach des ehemaligen katholischen Pfarramtes gehievt werden.

An dem alten Turm hatte der Zahn der Zeit genagt. Das Holz war teilweise vermodert und vom Holzwurm zerfressen. Nach historischem Vorbild fertigte die Kaeselower Zimmerei Kurth einen neuen, etwa fünf Meter hohen, Glockenstuhl. Die historisch wertvolle Glocke selbst war von der Rehnaer Wroblewski Schmiede- und Metallbau GmbH generalüberholt worden. Für den Wetterschutz sorgt die Membran-Dach-Service aus Groß Rünz.

"Für die Stadt Rehna und die katholische Gemeinde möchte ich diesen Glockenstuhl erhalten", begründet Jan Cerny sein Engagement. Er betreibt in dem Gebäude seit 2005 ein Dentallabor und investiert derzeit rund 220 000 Euro in die Erneuerung der Fassade und des Dachstuhls sowie des Daches, das schieferfarbene Ziegel erhält.

"Dass der Glockenturm erhalten bleibt, war für mich eine Herzenssache, denn der Turm ist aus meiner Sicht auch ein Stück Kulturgeschichte der Stadt Rehna. Der Erhalt ist mit der Gemeinde und der Stadt abgesprochen", sagt Jan Cerny.

Das heutige Rehnaer Pfarramt befindet sich an der Gletzower Straße und bildet mit Kirche und Gemeindezentrum eine Einheit. 1966 erfolgte die Grundsteinlegung dieser Kirche, die 1969 geweiht wurde. Sie war eine der ersten katholischen Kirchbauten in der ehemaligen DDR nach der Errichtung der Berliner Mauer 1961. Weitere Infos dazu gibt es auch im Internet unter der Adresse www.rehna.de.

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