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17. Dezember 2017 | 07:30 Uhr

Splitter : Dorfkirche ist Blickfang mitten im Ort

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 13:30 Uhr

Die Möllenbecker Kirche ist bis vor sechs, sieben Jahren aufwändig saniert worden. An der Instandsetzung beteiligte sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank einer zweckgebundenen Spende der August-Oetker-Stiftung in den Jahren 1999 und 2001 mit über 90 000 Euro. Es ist ein Ziegelfachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert. 1892 wurde der Westturm, den eine Haube und eine offene Laterne abschließt, massiv mit Ziegelmauerwerk verkleidet. Im Gegensatz zum schlichten Außenbau ist der flach gedeckte Innenraum stimmungsvoller gestaltet. Besonders hervorzuheben sind hier die Westempore und die reich geschnitzte Kanzel von 1623 sowie das Gestühl von 1553. Es stammt vermutlich aus einem Vorgängerbau. Die Deckenbalken stützten diagonale Streben. Aufgrund der unzureichenden Gründung mit Findlingen kam es an der Kirche zu massiven statischen Problemen. Die Fachwerkkonstruktion wies erhebliche Verformungen auf.

 

Forsthaus restauriert

Seit 1829 befand sich das Gut Möllenbeck mit seinen Vorwerken Horst und Carlshof im Besitz der Familie von Treuenfels. Letzter Besitzer bis zur Enteignung 1945 war Oscar von Treuenfels. Seine Nachfahren setzen heute noch Spuren in der Gemeinde. Gerade hat die Familie das ehemalige Forsthaus im Ortsteil Menzendorf wieder restaurieren lassen, sehr zur Freude der Gemeinde, die auf ein weiteres schönes Fleckchen verweisen kann.

Grundherrschaft seit dem 15. Jahrhundert

Die Gemeinde Möllenbeck mit ihren Ortsteilen wurde 1343 erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert entstand aus der Grundherrschaft eine Gutswirtschaft. Durch die Grenznähe zur Mark Brandenburg ist Möllenbeck von den mannigfaltigen Kampfhandlungen zwischen Mecklenburg und der Mark Brandenburg nicht verschont worden, was zeitweise sogar zu einer Entvölkerung führte. Ende des 17. Jahrhunderts wurde auf alten Fundamenten ein Herrenhaus errichtet, das man im 18. Jahrhundert erweiterte. Nachdem die Familie von Treuenfels das Gut 1829 erworben hatte, ersetzte man das Herrenhaus durch einen Neubau. 1945 mussten die Besitzer das Gut verlassen. Sie wurden nach Ende des Zweiten Weltkrieges entschädigungslos enteignet. Das Gebäude des Gutshauses blieb erhalten und wurde zeitweilig als Schule, Kulturstätte und als Einkaufsstätte genutzt. Mitte der 80-er Jahre trug man das Herrenhaus ab. (Quelle: Amt Grabow)

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