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19. November 2017 | 19:06 Uhr

Splitter : Doppelter Badespaß unterm Hallendach

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die 2015 eröffnete Schwimmhalle liegt gegenüber dem Dreescher Markt verfügt über ein Wettkampfbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen, das überwiegend für Schul- und Vereinssport genutzt wird, sowie über ein Mehrzweckbecken mit vier 25–Meter-Bahnen für das Bevölkerungsschwimmen. Kleinkinder können sich im 25 Quadratmeter großen Planschbecken im 30 Grad warmen Wasser vergnügen.

Der Neubau ersetzt die vorherigen Schwimmhallen auf dem Dreesch und in Lankow.

 

Vom Übungsplatz zum Wohngebiet

Lange bevor im Jahr 1967 der Bebauungsplan für das Gebiet beschlossen wurde, diente der Dreesch als Übungsplatz für Truppen der Deutsch-Russischen Legion – genauer gesagt ab 1813. Diverse Militärmanöver und Schießübungen der Artillerie wurden hier absolviert. Großherzog Paul Friedrich gab ein Lager für sämtliche Infanteriebataillone Mecklenburgs in Auftrag, das 1838 mit runden Strohhütten angelegt wurde. 1853 errichtete man auf dem „Monumentenberg“ unweit des heutigen Dreescher Marktes ein Denkmal, um an die in den Feldzügen 1848 und 1849 in Schleswig und Baden gefallenen Soldaten zu gedenken. 1945 wurde das Denkmal abgerissen und mit sieben Findlingen und Eichen ersetzt. 1883 und 1911 fanden auf dem „Großen Exerzierplatz“ Landes-Gewerbe und Industrieausstellungen statt. Eben jener Exerzier- und Truppenplatz wurde 1928 mit Lankow und Ostorf eingemeindet.

Von 1940 bis 1945 gab es auf dem Dreesch das Kriegsgefangenenlager Stalag II E – 500 Menschen fanden hier den Tod. An die Opfer erinnert im Grünen Tal ein Denkmal. Nach 1945 nutzte die sowjetische Armee das Areal als Fahrschulstrecke und Schießstand. Ende der 1960er-Jahre entstanden Wohnblöcke für die Offiziere und deren Familien, unter den Schwerinern als „Klein Moskau“ bekannt. Der Name „Dreesch“ kommt übrigens aus dem Plattdeutschen und bedeutet „brach liegendes Land“ oder „nicht bestellter Acker“.

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