Splitter : Dörfer wachsen zusammen

Das Gänsepaar,  zwei Holzskulpturen, schmückt den Kirchplatz von Tramm.
Das Gänsepaar, zwei Holzskulpturen, schmückt den Kirchplatz von Tramm.

Nach der Gemeindefusion 2011 kommen sich Tramm und Göhren nun näher

svz.de von
17. März 2016, 13:03 Uhr

Tramm und Göhren kommen sich langsam näher, sagt Bürgermeister Manfred von Walsleben. Göhren war bis Mitte 2011 eine selbstständige Gemeinde, fusionierte dann mit der Nachbarkommune. Das Zusammenwachsen sei ein langwieriger Prozess. Aber jetzt, so von Walsleben, gehen die Dörfer besser aufeinander zu. Dazu tragen unter anderem die Vereine, die Feuerwehren, auch der Jugendklub bei. Es werde auch gemeinsam gefeiert.

Seit der Fusion findet das jährliche Dorffest der Gemeinde abwechselnd in Tramm oder Göhren statt. In diesem Jahr werde es allerdings möglicherweise ausfallen, kündigt der Bürgermeister an. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Im Jahr darauf nämlich feiern die Feuerwehren Jubiläen. Tramms Wehr wird 100 Jahre alt, die in Göhren sogar 120.

Und im Jahr 2018 werde dann in Bahlenhüschen an der Forstscheune gefeiert, blickt von Walsleben voraus. Der Ort wird 300 Jahre alt. 1718 tauchte der Name im Kirchenbuch der Gemeinde Tramm auf. Ein Holzvoigt hatte mitten im Wald sein Bohlenhäuschen gebaut, auf Plattdeutsch das „Bahlen-hüs-chen“. Weitere Häuser folgten, so dass daraus der Ort Bahlenhüschen wurde.

Bahlenhüschen bereitet das Köhlerfest vor

Die Forstscheune in Bahlenhüschen hat sich zu einem beliebten Veranstaltungsort entwickelt. Am 22. Mai findet hier das 5. Köhlerfest statt. Das bereiten der Verein Forstscheune Bahlenhüschen und das Forstamt Friedrichsmoor gemeinsam vor. Das Holz haben Männer des Vereins bereits geschlagen, es kann jetzt abtrocknen.

Ab 10. Mai wird der Meiler aufgebaut, am 21. Mai beginnt die Ernte der frischen Holzkohle – mit fachlicher Unterstützung. Tags darauf wird dann zu Köhlerfest und Markt eingeladen.

Der Verein Forstscheune Bahlenhüschen plant für dieses Jahr noch eine Info-Veranstaltung mit einem Schweriner Imkerverein. Am 11. Juni geben die Bienenzüchter in der Forstscheune und drumherum Einblicke in die Arbeit eines Imkers. Und in der letzten Schulwoche organisieren die Bahlenhüschener eine Bildungswoche für Schüler. Zu einer Pilzwanderung wird im Herbst eingeladen, später auch zur traditionellen Lewitz-Wanderung, blickt Rüdiger Quaß, stellvertretende Vereinsvorsitzende, voraus. Dem Verein gehören 25 Mitglieder an.

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