Drei Fragen an den Bürgermeister : Dinge selbst anpacken

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Langen Brütz punktet mit „weichen Kriterien“

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18. Januar 2016, 11:23 Uhr

Seit mehr als elf Jahren leitet Bürgermeister Gunnar Weinke (48) die Geschicke von Langen Brütz.

Was zeichnet Ihre Gemeinde aus?

Unzureichende Infrastruktur, keine Kindertagesstätte, geschweige denn eine Schule im Ort, keine Einkaufsmöglichkeit, keinen Arzt und ein Bus der nur zweimal am Tag fährt – und trotzdem kenne ich keinen Bürger in Langen Brütz oder Kritzow, der die Gemeinde verlassen möchte. Es sind wohl die sogenannten weichen Kriterien und die wunderschöne Landschaft, die das Leben in beiden Dörfern lebenswert machen. Und der Dank dafür gebührt ausschließlich den Vereinen und engagierten Bürgern sowie der Eiszeit vor zirka 20 000 Jahren.´

Was sollte sich ein Besucher unbedingt anschauen?

Mit oder ohne Schläger, den Winstongolf-Platz, laut Golfmagazin der schönste Golfplatz in Deutschland. Ansonsten empfehle ich dem Besucher die Badeanstalt am Cambser See – welche hoffentlich zur kommenden Saison einen neuen Betreiber hat –, das Waldglasmuseum am Landhaus Bondzio und nicht zuletzt die Wanderwege „Kirchsteig“ von Langen Brütz ins Warnowtal nach Karnin und den archäologischen Lehrpfad durch die Endmoräne in den Kritzower Bergen.

Was wünschen Sie sich vom Landkreis?

Die Fragestellung offenbart aus meiner Sicht ein großes Problem, welches wir u.a. in Deutschland haben. Wenn ich Wünsche und Träume umsetzen will, dann sollte ich nicht nach Dritten schauen, sondern mich selber ans Werk machen. Eine professionelle und bürgerfreundliche Erfüllung der eigenen Aufgaben des Landkreises reicht mir völlig. Und darüber kann ich mich nicht beklagen.


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